Thailand: Chiang Mai, Trekking Tour, 13.11.2013, Tag 1
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Mittwoch,13.November 2013: Chiang Mai, Trekking Tour

Um 9h15 werden wir bei unserem Guest House per Pickup abgeholt. Mit 8 jungen Leuten fahren wir alten Grufties auf grosse Trekkingtour. Wir sitzen hinten längsseits auf dem Pickup, sehr eng beieinander, wie die Sardinen. Einer muss sogar vorne beim Fahrer und beim Guide sitzen. Zuerst geht es zu einem lokalen Markt, irgendwo ausserhalb Chiang Mai's. Hier sollen wir Mückenspray, WC-Papier, Taschenlampen und sonst noch so wichtige Sachen kaufen, wer noch nicht hat. Paul und ich kaufen nur Mandarinen, 2 grosse Rüebli und eine kleine Gurke. Von hier geht es weiter zu einem schönen Wasserfall, wo einige von uns sich abkühlen. Wir nicht, wir schauen nur zu. Die Fahrt geht weiter zu einem Restaurant, wo wir zu Mittag essen. Reis, zum Dessert Ananas. Und nach nochmals einer kurzen Fahrt, schultern wir alle unsere Rucksäcke und um 14h15 marschieren wir in einem sehr straffen Tempo los. Jeder muss noch eine Schwimmweste fassen und sie mittragen. Nan (54), unser Guide, spricht sehr gut Englisch und wir haben mit ihm einen prima Führer erwischt. Nach ca. 30 Minuten kommen wir an ein 100 Grad heisses Blubberbad. Es riecht nach Schwefel und überall köchelt und brodelt es aus der Erde.

Aber nun geht unser Trekking erst richtig los. In einem höllischen Tempo geht es steil den Berg hinauf, und das bei 34° Hitze und einer unheimlich hohen Luftfeuchtigkeit, durch den Dschungel. Ich schnaufe wie eine uralte Dampflok und mein Kopf ist feuerrot (und dazu fotografiere ich noch). Paul, der Deutsche Wolfgang, der Franzose Alban und Nan unser Guide, bieten mir immer wieder an, meinen Rucksack zu tragen. Aber mein Stolz verbietet mir dies. Ich schaffe das!!! Ich schleppe mich mühsam den steilen Weg hinauf, immer durch den Urwald, bis auf etwa 1000m Höhe. Und kaum sind wir oben, geht es wieder steil bergab. Und das immer so fort, über 3 Bergketten hinweg. So ungefähr muss es in der Hölle sein, so heiss und der Schweiss fliesst in Strömen, bei allen, nicht nur bei mir. Ich stelle fest, dass auch andere ihre Mühe mit diesem Trekking haben, nicht nur ich! Unterwegs kommen wir an winzigen Bergdörfern der Karen (ein Bergvolk) vorbei. Unglaublich wie einfach die Leute hier leben!

Kurz nach 18h wird es fast schlagartig dunkel. Bewaffnet mit unseren Taschenlampen stolpern wir über Steine und Wurzeln ins Tal hinunter. Meine Beine wollen mir nicht mehr gehorchen. Umso dankbarer bin ich, dass Wolfgang mir voraus geht und den steilen Abstieg ausleuchtet. Endlich, um 18h30 treffen wir bei unserem Nachtlager ein. Sofort sind alle Strapazen und der geflossene Schweiss vergessen. Juhuuu, ich habe es geschafft, und zwar ganz alleine!!! Nan sagt uns, wir seien 9km gelaufen, aber gefühlt waren das sehr viiiiiel mehr! Wir schmeissen alle unsere Rucksäcke in unser Bambushaus und kühlen uns im Fluss ab. Einige von uns halbnackt, andere ganz nackt. Und das bei fast Vollmond. Echt romantisch! Da wussten wir allerdings noch nicht, dass die Elefanten und Wasserbüffel in dieses Wasser kacken....

Nach dem sehr feinen Abendessen, das Nan für uns bis hierher geschleppt und zubereitet hat, (Reis, Gemüsemix, Curry mit Schweinefleisch, eine Art Omelett nur aus Eiern, Ananas), sitzen wir noch alle lange beieinander, es wird viel erzählt und manche CHANG-Bierdose wird geleert. Wir sind eine echt gute Truppe und die Chemie stimmt. Da sind Marjioline und Menno aus Holland, Jana und Wolfgang aus München, Nadja und Björn aus Stuttgart und Alban und Sébastien aus Paris. Paul raucht mit Menno und Alban kleine Zigärrchen aus Burma. Sie können aber nicht definieren was drin ist, Bananenblätter oder Bambusblätter oder sonst so ein Kraut? Um 23h20 legen sich die letzten zwei unter das Moskitonetz auf die sehr harte Unterlage auf dem Bambusboden. Während wir zu schlafen versuchen, liegen zwei Hunde auf unseren Schuhen, die wir vor der offenen Türe deponiert haben. Wir sind sehr froh um die Wolldecken, wird es doch in der Nacht recht kühl.

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