Donnerstag, 14.November 2013: Chiang Mai, Trekking Tour
Es ist bewölkt oder total nebelverhangen. Der Franzose Alban hat heute seinen 30. Geburtstag. Um 8h gibt es Frühstück. Nan hat für uns Kaffee, Tee, gekochte Eier, Toast, Butter, Konfitüre bereit gestellt. Gegen 9h15 trotten 2 Elefanten heran und die 1.Gruppe darf ca. 40 Minuten durch den Fluss und den Dschungel wandern. Paul will nicht. Wir sitzen zu Dritt auf dem Elefanten, Nadja und ich auf dem Holzsitz, Björn im Genick des Elefanten. Dieser Ritt gefällt uns allen sehr gut. Wir haben nicht das Gefühl der üblichen Elefanten-Ritt-Touristen-Abzocke! Die zwei Elefanten laufen ganz selbständig, der Mahut zu Fuss hinterher. Nachdem auch die 2.Gruppe vom Ritt zurück ist, kommen immer 5 von uns mit einem Guide auf ein Bambusfloss. Diese Flösse wurden erst heute morgen, vor unseren Augen hergestellt. Inzwischen scheint die Sonne und bleibt uns den ganzen Tag treu. Wir fahren auf dem Floss etwa 30 Minuten den Fluss, der manchmal ganz schön reisst, hinunter. Bei einem Karen-Dorf machen wir einen kurzen Stopp. Wir stehen alle auf den Flössen, was enorm ermüdend ist. Nach dem Stopp setzen Paul und ich uns auf den Flossboden und werden ganz schön nass, wenn es über die reissenden Stromschnellen geht. Immer zwei starke junge Männer müssen mit langen Bambus-Stangen den Guides helfen, das Floss von Felsen oder Untiefen fernzuhalten. Das ist schwere Knochenarbeit. Die Landschaft ist sehr schön, auch wenn wir eigentlich „nur“ durch den Dschungel fahren. Manchmal liegt eine Gruppe Wasserbüffel im Fluss und schaut uns staunend und wiederkäuend nach. Gegen 14h sind wir am Ende der 15km Bambusflossfahrt angekommen, die wir alle sehr genossen haben. Nachdem alle wieder trockene Klamotten anhaben, gibt es Mittagessen, Nudeln mit Gemüse, Ei und Tofu (igitt,Tofu, sagt Paul!), zum Dessert Ananas. Alles sehr gut!
Danach steigen wir wieder wie die Sardinen auf den Pickup und fahren auf einer elenden Knochenbrecherstrasse Richtung Chiang Mai. Paul sitzt diesmal vorne drin und hat es so gemütlich, dass er sogar schlafen kann. Wir hinten werden alle so richtig durchgeschüttelt.
Unterwegs machen wir auf unseren (nur der Frauen) ausdrücklichen Wunsch bei einem „Park“ einen Halt. Wir bezahlen 300 Bath (9 Sfr.) Eintritt und schauen uns den „Markt“ der „Long Neck Frauen“ an. Das sind die Frauen, die kiloschwere Messingringe um den Hals tragen. Jana, Nadja und ich haben dazu viele Fragezeichen? Ausser dem Holländer Menno wollte keiner unsere Männer in diesen „Park“ mitkommen. Sie finden das eine Art „Menschenzoo“. Und irgendwie stimmt das ja auch!
































