Laos: Luang Prabang -Nong Khiaw, 22.11. - 23.11.2013
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Freitag, 22.November 2013: Luang Prbang – Nong Khiaw, 140 km

Es ist sehr sonnig. Ab 8h warten wir, dass wir per Minibus bei unserem Guest House abgeholt werden. Gegen 9h kommt ein TukTuk und wir sammeln weitere Touris ein, bis wir 10 Stück sind, in einem TukTuk, das für 6 Personen gerade recht wäre. Beim Busbahnhof steigen wir in einen Minibus um. Paul und ich dürfen vorne neben dem Fahrer sitzen. Der Fahrer ist hypernervös. Kaum sind wir um 10h losgefahren, hält er nach ca. 200m an, kauft einen Liter Motorenöl und kippt ihn in den Motor. Etwa 2 km später halten wir an, um zu tanken. Eine Weile später stoppt er, um zu pinkeln und nochmals ein wenig später hält er an und kauft sich eine Handvoll Riegel. Diese vertilgt er alle auf einmal, während er fährt. Endlich gibt es auch für uns einen ganz kurzen Pipistopp! Unterwegs kommen wir durch sehr viele kleine Ortschaften, wo wir das Gefühl haben, das sei nun das „richtige Laos“, nicht wie das Luang Prabang für die Touristen. Unser Fahrer fährt Slalom um den vielen tiefen Schlaglöchern auf der Strasse auszuweichen, und das in einem Höllentempo. Um 12h30, oder 140 km seit Luang Prabang, kommen wir in Nong Khiaw an. Nong Khiaw ist ein einfaches Dorf, aber sehr ruhig und nett. Es liegt Mitten in den Bergen am Nam Ou Fluss. Schön! Von hier könnte man noch weiter mit kleinen Booten den Fluss hinauf, aber dafür haben wir keine Zeit mehr. Wir finden ein sehr „basales“ Guest House, das „CHANTAVONG“ für 40'000 Kip (Tiefstpreis-Rekord! Keine 5 Sfr.) aber das macht nichts, wir sind ja nur eine Nacht hier. Wir spazieren herum, essen Nudelsuppe und schauen uns die wunderschöne Gegend an. Hier waschen die Männer ihre Wäsche selber!, am Fluss oder am Brunnen. Überall hat es viele kleine Kids, die ständig herumgetragen werden. Die Laoten scheinen sehr kinderlieb zu sein.

Zum Abendessen wollen wir laotisch essen. Paul bestellt Masaman mit Pork und Reis. Ich Laap, die laotische Nationalspeise und Paul sagt der Servierfrau klar und deutlich: NO Coriander! Sie sagt: yes, yes und mein Laap ist voller Coriander! Das Laap geben wir sofort zurück!

 

Als Nationalgericht gilt Laap, ein Salat aus mariniertem Fleisch und/oder Fisch sowie Gemüse, Kräutern und Gewürzen. Fleisch und Fisch können dabei gekocht oder roh sein. Es wird auch zu festlichen Anlässen und bei Hochzeiten serviert.

Das Laap besteht aus:

jeder beliebigen Art von Fleisch, vorzugsweise Rind oder Huhn.

Kartoffeln. Eine wichtige Rolle spielen Zimt, Galgant und Fischsauce als Würzmittel, ausserdem Knoblauch, Chili, Schalotten, Zitronengras, Tamarinde, die Blätter

der Kaffernlimette, Koriander, thailändischer Basilikum, Minze und Dill.

 

Jeder Haushalt in Laos besitzt einen Mörser, einen Wok und einen Reiskocher, der aus einem Bambuskorb und einer hohen Metallpfanne besteht, die mit Wasser gefüllt wird.

 

Kaeng Masaman, wörtl.: Moslem-Suppe, auch oder „Massaman Curry“ ist ein Gericht der südlichen Thai-Küche.

Der grundlegende Unterschied zu einem indischen Curry ist zunächst, dass die Gruppe der thailändischen „Kaeng-Gerichte“ nicht aus gemahlenen Gewürzen hergestellt werden, sondern aus einer „Curry“-Paste. Weiterhin werden die Gewürze nicht wie in Indien zuerst in Fett angebraten, sondern die Paste wird oft in Kokosmilch gekocht.

 

Die Paste

Die Kunst, ein richtiges Masaman zuzubereiten, liegt zuerst in der Herstellung der Khrueang Kaeng, der Paste. In jedem thailändischen Haushalt ist ein Mörser vorhanden, der am besten aus solidem Stein hergestellt sein sollte. Hierin werden mit dem Stößel die Zutaten so lange zerstampft, zerstoßen und zerrieben, bis eine aromatische, homogene, dickliche Masse entstanden ist. Die Samen sollten vorher in einer trockenen Pfanne kurz angeröstet werden, bevor sie gemahlen und mit der Paste vermengt werden.

 

Zutaten zur Khrueang Kaeng Masaman („Curry“-Paste):

Schalotten

Knoblauch

Galangawurzel

Koriander-Samen

Kreuzkümmel-Samen

Garnelenpaste

Zitronengras

getrocknete thailändische Chili (so genannte „himmelweisende Chili“)

Gewürznelken

grüne Pfefferkörner

Salz

 

Zutaten zur Suppe: Khrueang Kaeng Masaman (Masaman-Paste)

Kokosmilch

kleine weiße Zwiebeln

geröstete Erdnüsse

Kardamom-Kapseln

 

Zubereitung

Die Kokosmilch wird in einem Wok bis kurz vor den Siedepunkt erhitzt. Dann wird die Khrueang Kaeng, also die Paste eingerührt und so lange gekocht, bis sie sich gut mit der Kokosmilch vermischt hat. Das Fleisch, die Kartoffeln, Zwiebeln und gerösteten Erdnüsse hinzufügen. In der Zwischenzeit den Kardamom und die Zimtstange kurz in einer trockenen Pfanne anrösten, dann zur Suppe geben. Das Ganze etwa 20-30 Minuten simmern lassen und erst zum Schluss den Palmzucker, Tamarindensaft und Fischsauce einrühren.

 

Tolles Rezept, aber ich werde das vermutlich NIE selber kochen!

Das Masaman von Paul ist mit Huhn statt mit Schwein, aber das macht nichts. Es sind Kartoffeln in einer Erdnusssauce drin und es reicht gut für uns beide und es ist auch gut. Danach würfeln wir auf unserem Bett, unter dem rosa Moskitonetz, bis jeder einmal verloren (oder gewonnen) hat.

Samstag, 23.November 2013: Nong Khiaw – Luang Prabang, 140 km

Wir haben beide supergut geschlafen. Zuerst ist es total neblig, aber später scheint wieder die Sonne. Nach dem Frühstück mit obergrauslichem Kaffee und Iced Coffee laufen wir 3 km zu einer Höhle. Der Eintritt kostet 5'000 (ca. 55 Rappen, was ja echt nicht viel ist, aber ohne Eintrittsbillett). Ein junger Bursche führt uns ungefragt in die Höhle und erklärt uns, dass hier von 1964 – 1967 Ho Chi Minh Soldaten versteckt waren und es hier drinnen ein verborgenes Spital gab. Die Amis haben die Höhle eingenommen und haben dabei 600 Leute erschossen. Das 21-jährige Bürschlein sagt uns: Amerika no good und American Dollars no good! Die Spinnen und Schlangen die es in der Höhle gebe seien auch „no good“ weil sie giftig seien. Die Tiger die es in Laos noch gebe sind auch „no good“ weil sie die Büffel auffressen. Nur die Fledermäuse in der Höhle seien „good“.

Nach der Besichtigung der Höhle will er nun plötzlich 20'000 Kip (viel Geld hier, ca 2.20 Sfr.) von uns haben. Wir sagen ihm, dass er das das nächste Mal den Touristen vorher sagen müsse. Ok, meint er, dann sollen wir ihm halt nur 10'000 oder 5'000 Kip geben! Da wir nur „grosse“ Noten haben, gibt Paul ihm alle unsere kleinen Noten, 3'000 Kip. Nun sind beide sauer! Sukh, unser Guide und Paul auch! 

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