Malaysia: Langkawi, Kuah, 30.01. - 09.02.2014, Teil 5
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Donnerstag, 30.Januar 2014: Penang – Langkawi, sonnig

Um 7h werden wir vom Hotel per Telefon geweckt. Frühstück gibt es wieder, wie schon die letzten zwei Tage, bei der indischen Küche. Für beide gibt es sehr guten Iced Coffee und für mich dazu ein Roti (indischer Brotfladen) mit Ei. Sehr gut! Kosten für alles zusammen: 5 Ringgit und 40 Sent (etwa 1.60 Sfr.). Von hier laufen wir direkt zum Fährhafen, wo wir dann eine Ewigkeit in einer langen Kolonne warten müssen. Mit ca. 30 Minuten Verspätung (anstatt 8h30) startet der Käpitän endlich sein Schnellboot und wir fahren Richtung Norden, nach Langkawi. Mein Gott, ist das kalt in dieser Sardienendose! Nach fast 3 Stunden dürfen wir mit eiskalten Füssen aussteigen.

Beim Anleger in Kuah hat es einen KFC, und weil gerade Mittag ist, verdrücken wir jeder zwei Hühnerbeine und laufen dann gestärkt durch den Park zum Steg, wo unser Dinghy liegt.

Wir sind etwa 2 Stunden wieder auf der MABUHAY,  kommt die AMIGO aus Thailand angetrudelt. Nachdem sie bei den Ämtern zum Einklarieren waren, sind Helga und René bei uns an Bord zum Sundowner und zum, wie schon so oft, Erfahrungen austauschen.

Freitag, 31.Januar 2014: Langkawi, Kuah, sonnig mit Windböen

Heute ist Neujahrsfest für die Chinesen. Das Jahr des Pferdes beginnt. Wir wollen einen grösseren Lebensmittel-Einkauf tätigen und sind jetzt gespannt ob der Supermarkt offen hat. Alle Chinesichen Geschäfte sind geschlossen und weil Freitag ist, auch die Muslimischen. Und was ist mit den Indern? Trotzdem machen wir uns auf den Weg und laufen zum „Billion“ Supermarkt. Der hat tatsächlich offen. Bevor wir uns den Lebensmitteln zuwenden, suchen wir eine neue Malaysiaflagge. Zuerst versteht die Verkäuferin nicht, was wir wollen und dann will sie uns ein halbes Leintuch verkaufen. Sie behauptet es gebe nur diese eine Grösse. Aber wir suchen so lange im Regal herum, bis wir ein kleinere, die aber immer noch sehr gross ist, gefunden haben.

Abends um 18h holen wir Helga und René ab, wir wollen zusammen Pizza essen gehen. Es ist Ebbe und Neumond, das Hafenbecken ist fast trocken, d.h. total im Schlamm.

Samstag, 1.Februar 2014: Langkawi, Kuah, sonnig

Eigentlich wollten wir ja heute nicht an Land gehen. Aber mein Internetguthaben ist wieder mal aufgebraucht und so machen wir uns halt auf den Weg. Wegen dem Chinesischen Neujahrsfest sind auch heute noch und bis nächste Woche die meisten Geschäfte geschlossen. Mein Skipper wollte das partout nicht glauben! Wir laufen bis ans andere Ende der Stadt, bis zum Parade Supermarkt. Die Shopping Mall ist zwar offen, aber Internetguthaben der Firma „DiGi“ bekommen wir nicht und der Supermarkt im Untergeschoss ist geschlossen. Also das ganze wieder zurück bis ans andere Ende der Stadt, bis zum Fährhafen. Hier klappt es dann und wir können das Internetguthaben aufstocken. Unterwegs essen wir noch beim Thailänder zu Mittag, Paul Gemüsesuppe, ich Sweet&Sour Huhn und gemischtes Gemüse. Auf dem Rückweg durch den Park können wir in einem Bach ein Waranenpaar beobachten, das sich im Wasser innig umschlungen hält.... Später sehen wir noch einen Waran, der im Abfall nach etwas Essbarem sucht.

Abends sind wir bei der AMIGO zum Sundowner eingeladen. Helmut, der Deutsche von der „Lop To“, ist auch da. Helga zaubert wieder ein paar gute Häppchen aus ihrer Küche hervor. Es entbrennt eine heftige Diskussion über die Feiertage der verschiedenen Religionen!

Sonntag, 2. Februar 2014: Langkawi, Kuah, sonnig, leicht bewölkt

Heute finden in Thailand Neuwahlen statt. Hoffentlich nicht wieder mit Protesten und Gewalt!!!

Am Nachmittag holen wir mit unserem Dinghy Helga und René ab und laufen mit ihnen zum Supermarkt Billion. Dort soll um 15h30 ein „Lion Dance“ stattfinden. Wir waren in Indonesien so begeistert von dem „Lion Dance“, dass wir das heute unbedingt wieder sehen möchten. Ziemlich pünktlich kommt eine Gruppe Knaben und junger Männer und macht den „Löwentanz“. Aber das ist bei weitem nicht, was wir erwartet hatten und so sind wir ziemlich enttäuscht. Wir trinken ein Bier, machen einen kurzen Einkauf im Billion und essen im „Pappa Rich“ zu Abend. Um 19h wäre im Shopping Center noch „Akrobatik“, aber die schenken wir uns. Wir laufen zum Fähranleger um Internetcoupons zu kaufen und kehren dann durch den Park zurück zum Dinghysteg. Auf der Rückfahrt zu den Schiffen haben Helga und René die Idee, wir könnten doch noch schnell bei der „Imagine“ vorbei um hallo zu sagen. Paul und ich haben den Katamaran „Imagine“ schon mehrmals gesehen, aber die Deutschen aus Würzburg, Jutta und Albert, nie kennengelernt. Das wird jetzt nachgeholt. Wir werden spontan zum Bier an Bord eingeladen und die nächsten 1½ Stunden vergehen wie im Fluge.

 

Montag, 3. Februar 2014: Kuah – Pulau Intan Kecil, 9,4 sm

Die AMIGO fährt heute in die Rebak Marina und wir wollen in die südlicheren Inseln von Langkawi, um dort Wasser zu machen. Dort unten ist das Wasser sauberer und auch zum Baden geeignet. Wir warten hier in Langkawi auf die „Aroha“ mit Monika und Eric. Sie kommen irgendwann diese Woche aus Singapur hier an und wir wollen dann gemeinsam nach Thailand segeln. Aber bevor wir von Kuah wegfahren, will Paul unbedingt noch in die Stadt. Er hofft immer noch auf einen Laden, wo man unseren Tourenzähler prüfen und evt. reparieren kann. Es ist 9h15, wir sitzen im Dinghy, kommen aber nicht an Land, weil kein Wasser da ist!!! Totale Ebbe, nur Schlick weit und breit. Der Aussenborder rührt nur Schlamm auf! Also vergessen wir die Stadt, die meisten Geschäfte sind sowieso noch wegen dem Chinesen-Neujahr geschlossen, und kehren zur MABUHAY zurück.

AAUm 11h30h heben wir den total verdreckten Anker und motoren, es ist absolut kein Wind da, 2 Stunden hinter die gleiche Insel, wo wir schon vorletzte Woche lagen. Ah, hier ist es schön und ruhig. Aber weil Westwind ist, legen wir uns hinter die Insel Intan Kecil (klein), hier sind wir vor dem Wind besser geschützt. Am Abend geniessen wir ganz alleine einen traumhaften Sonnenuntergang.

Dienstag, 4. Februar 2014: Pulau Intan Kecil – Pulau Intan Besar

Wir waschen zwei Maschinen Wäsche und wollen anschliessend mit dem Wassermacher Süsswasser machen. Aber die Flut bringt soviel Dreck und Müll mit, dass wir Bedenken haben. Wir verlegen die MABUHAY rüber zur Insel Intan Besar (gross), dort scheint das Wasser sauberer zu sein. Auch hier sind wir ganz alleine und am Nachmittag baden wir im Meer, wobei mich eine Qualle schmerzhaft am Bein erwischt. Es ist höllisch heiss heute, kein Windhauch!

Als es ein wenig kühler wird, wagen sich auch die Affen wieder hervor und wir schauen zu wie sie sich auf den Felsen am Ufer vergnügen.

Abends wieder wunderschöner Sonnenuntergang. Jeden Abend kommt ein Zweimaster vorbei mit vielen Touristen, die gaaaanz viel Geld bezahlen um diese Sonnenuntergänge zu sehen....

Mittwoch, 5. Februar 2014: Pulau Intan Besar – Kuah, 9,4 sm

Wir hatten eine ziemlich schaukelige Nacht. Am Morgen, nach dem Frühstück hat Paul einen Putzanfall. Er schrubbt das Deck mit Salzwasser. Und damit es mir auch heute nicht langweilig wird, sagt er mir:“Du kannst die 3 Küchenfenster wieder aufmachen, ich habe diese Seite fertig geputzt.“ Sagt's und wusch... bekomme ich eine Ladung Salzwasser in die Küche geschmissen...Diesmal bin ich diejenige die unendlich flucht! Also ehrlich, ich hätte lieber ein dreckiges Deck als eine Küche voll Salzwasser.

Um 12h30 motoren wir die 9,4 sm mit der Flut, dem auflaufenden Wasser, wieder hinauf nach Kuah.

Donnerstag, 6. Februar 2014: Kuah, Langkawi

Um 10h fahren wir an Land. Das ist gar nicht so einfach, wie es tönt, ist doch schon wieder fast kein Wasser vorhanden. Um bis zum Dinghysteg zu gelangen muss unser Aussenborder ganz zünftig Schlamm verquirlen. Aber irgendwie schaffen wir es doch. Wir bringen eine IKEA-Tasche voll salziger Badetücher, von der gestrigen Küchenüberschwemmung, in die Wäscherei. Danach geht es zu einem Indischen Laden, wo man Stempel machen lassen kann. Unser MABUHAY-Stempel bräuchte dringend ein neues, rundes Stempelkissen. Aber der Inder hat keines, das muss man bestellen und das dauert, wegen dem Chinesen-Neujahr...(was, immer noch????). Also laufen wir weiter zum Schuhmacher Uda. An meinen Sandalen ist die Naht an einem Riemchen aufgegangen und wir geben Uda den Auftrag alle Riemchennähte neu zu nähen. Er sagt, das kostet 5 Ringgit (ca. 1.50 Sfr.) und sei bis morgen erledigt. Wir sind zufrieden und marschieren zum Parade Supermarkt, wo wir ein Fläschchen Stempel-Tinte und Lebensmittel einkaufen. Unterwegs waren wir noch mit dem defekten Tourenzähler in einem Electronikladen, mit der Hoffnung, die könnten den Tourenzähler prüfen. Die zwei jungen Männer staunen das Teil an und schütteln dann die Köpfe. Die flicken Waschmaschinen und Mixer, nicht Tourenzähler!

Wir essen beim Thailänder zu Mittag und kehren zurück zur MABUHAY. Zufällig kommen wir wieder beim Schuhmacher Uda vorbei und fragen ihn, ob meine Sandalen eventuell. schon genäht seien. Nein, noch nicht, aber jetzt kommt Uda in den Sinn, dass gestern seine Mutter gestorben ist und die Schuhe erst am Samstag fertig sein werden !!!!!

Beim Dinghysteg treffen wir auf Jutta und Albert von der „Imagine“ und laden sie für heute Abend zum Sundowner ein. Es ist enorm heiss, kein bisschen Wind. Im Schiff 34,4°. Am Abend dann etwa 2 Stunden lang heftiger Südwind.

Um 18h kommen die beiden und wir tauschen einen ganzen Berg Bücher aus. Gegen 19h30 kommt die „Aroha“ von Penang her an und auch sie kommen gleich zu uns an Bord zum gemütlichen Beisammensein bis gegen 23h. Wir haben Monika und Eric seit Neuseeland im Mai 2012 nicht mehr gesehen.

Freitag, 7. Februar 2014: Kuah, Langkawi

Um 11h fahren wir mit Monika und Eric an Land. Es ist wieder sehr heiss, kein Lüftchen regt sich. Wir laufen zusammen durch den Park zum Royal Yacht Club. Eric braucht ein Ersatzteil, das wir aber dort nicht finden. Im „Pappa Rich“, beim Supermarkt Billion, essen wir zu Mittag. Monika hat so etwas scharfes bestellt, dass sie es nicht essen kann und das Essen mit Eric tauschen muss. Nach einem kurzen Einkauf im Billion (beim Eingang zum Supermarkt hat es keinen einzigen Wagen oder Korb, die stehen alle irgendwo mitten im Laden), geht es zu Fuss zurück zum Dinghysteg und zu den Schiffen. Eric kommt zu uns und „updated“ Paul's Computer. Danach sind wir auf der „Aroha“ zum Sundowner eingeladen. Es ist zwar sehr gemütlich, trotzdem wird es heute nicht so spät wie gestern. Immer gegen Abend kommt Südwind auf und das Meer wird ziemlich unruhig.

Samstag, 8. Februar 2014: Kuah, Langkawi, sonnig und heiss

Nach dem Frühstück kommt Eric und holt unsere Haarschneidemaschine. Er will seinen Bart stutzen. Seine Haarschneidemaschine ist noch in Wien, vergessen. Um 11h gehen wir mit Monika und Eric an Land. Unsere Männer müssen unbedingt noch schnell in zwei Chinesenläden, um Erstazteile zu suchen. Beide werden aber nicht fündig. Anschliessend braucht Aroha eine Gastlandflagge für Thailand, die wir beim Inder kaufen. Wir holen meine Sandalen beim Schuhmacher Uda, er ist noch am Nähen daran. Er macht nicht besonders schöne Nähte, aber ich hoffe sie halten wieder eine Weile. Für 5 Ringgit (1.50 Sfr:) kann man ja auch nicht sehr viel erwarten. Weiter geht es zu den „Pok Brothers“, dem Chinesenladen, wo es Käse gibt. Wir kaufen je einen Block Emmi-Gruyère (2.790 kg). Dann zu „Jennice Wan“, ein supertoller Laden, wo es lauter Backzutaten hat. Hier kaufen wir Vollkornmehl. In der Gemeinschaftsküche (Food Court) essen wir um fast 13h30 zu Mittag. Für mich gibt es einen Teller Nudeln mit Bambussprossen und Hühnerstückli für 4 Ringgit (1.20 Sfr.). Paul isst nichts. In der grössten Hitze (wie immer!), laufen wir zurück zum Dinghysteg und auf den Schiffen gibt es eine kurze Rast. Um 16h sind wir schon wieder unterwegs zum Fährhafen. Wir wollen für morgen aus Malaysia ausklarieren. Beim Hafenmeister, Zoll und Immigration füllen wir 3 ganz kurze Formulare aus und das Ausklarieren klappt problem- und kostenlos und erst noch sehr speditiv. Fertig, erledigt! Wieder laufen wir durch den Park zurück, um im Bali Café den Durst zu löschen. Weiter zum sehr schönen, grossen Night Market von Kuah. Hier hat es Kleider- Schuhe-, Gemüse-, Früchte- und diverse Fressstände. Wir essen aber nicht hier, sondern im Restaurant „Kuah Town Seafood“. Gut! Danach lassen wir zu Viert diesen anstrengenden Tag auf der MABUHAY ausklingen.

Sonntag, 9. Februar 2014: Langkawi, Kuah – Telaga, 18 sm

Um 8h fahren wir los vom Ankerplatz vor Kuah und motoren bis um 11h30 vor die Marina Telaga. Die „Aroha“ folgt hinter uns. Wir können zwischendurch etwa 20 Minuten segeln, aber sonst hat es überhaupt keinen Wind und es ist höllisch heiss. Kaum haben wir geankert, nehmen wir jeder einen 20 Liter Dieselkanister und fahren per Dinghy zur Strassentankstelle bei der Marina. Pro Person bekommt man „nur“ 20 Liter zollfreien Diesel oder Benzin.

Gegen Abend wiederholen wir das Ganze nochmals, sodass wir jetzt alle Dieselkannister voll haben.

Später trinken wir im „mare blu“ Bier und Eric „updated“ meinen Laptop. Das Abendessen nehmen wir im „Maharadja“ (arabisch/indisch) ein. Wir sind noch kurz auf einen Schlummertrunk auf der „Aroha“ und gegen 22h zurück auf der MABUHAY. Hier werden wir unfreiwillig Zeugen wie das Paar auf dem französischen Nachbarschiff einen mörderischen Krach hat. Sie schreien sich gegenseitig lauthals an, immer und immer wieder. Sie wollen gar nicht mehr aufhören! Das Ganze dauert bestimmt über eine halbe Stunde. Ich bin schon längst im Bett, und die brüllen immer noch herum.

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