Freitag, 21.März 2014: Panwa Beach, sonnig, sehr heiss und schwül
Paul „muss“ den ganzen Morgen lesen. Er liest gerade ein lustiges Seglerbuch: „Barawitzka und der Taiwan Klipper“ (von Karl Vettermann). Dieses Buch gehört der“Aroha“ und weil Eric und Monika nach dem Mittagessen weg fahren wollen, möchten wir ihnen unbedingt vorher das Buch wieder zurückgeben. Paul schafft es ganz knapp, das Buch fertig zu lese, aber er schafft es!
Wir gehen nochmals mit „Aroha's“ an den Strand zum „Russen“, der ja in Wirklichkeit „On The Beach“ heisst, essen und müssen uns danach leider voneinander verabschieden. Wer weiss, wo und wann wir einander wiedersehen werden???
Samstag, 22. März 2014: Panwa Beach, sonnig, sehr heiss
Heute gehen wir auf Rekognoszierungs-Tour. Um 9h45 gehen wir mit unserem Dinghy an Land. Das letzte Stück müssen wir paddeln, weil für den Aussenborder noch nicht genug Wasser vorhanden ist. Hier an diesem Strand müssen wir immer sehr auf die Tiden (Ebbe und Flut) achten, wenn wir mit dem Dinghy unterwegs sind. Vor dem Strand hat es nämlich ein Riff, das bei Ebbe trocken fällt.
Wir laufen über eine Stunde am Strand entlang, klettern über Felsen und laufen das letzte Stück auf einer Hauptstrasse, um zum Phuket Aquarium zu gelangen. Gut, jetzt wissen wir wenigstens, wo das ist, wenn wir es vielleicht demnächst besuchen wollen...
Den Rückweg machen wir natürlich, wie immer und wen wundert's, bei der allergrössten Hitze. Unterwegs gibt es für mich einen Salat (Paul will nichts essen, nur trinken) und gegen 13h sind wir wieder auf der MABUHAY, wo wir uns von dem anstrengenden Ausflug erholen.
Sonntag, 23. März 2014: Panwa Beach, sonnig, sehr heiss
In der Nacht hat es geblitzt und gedonnert, aber Regen haben wir keinen abbekommen.
Der Tag ist wieder sehr heiss. Eigentlich wollten wir heute, nach dem Mittagessen die MABUHAY vor den Ort Ao Chalong verlegen. Kaum haben wir fertig gegessen, kommt die „Persian Sands“ und die „Kokomo V“ von den Andamanen (Indien) zurück. Und da ich natürlich viel zu neugierig bin, von ihren Erfahrungen dort zu erfahren, bleiben wir noch hier. Allerdings haben wir heute keine Gelegenheit, mit ihnen zu sprechen.
Am Nachmittag hat Paul plötzlich einen Geistesblitz, wie er die Räder, die wir in Neuseeland gekauft haben, ans Dinghy montieren kann. Und er macht sich sofort an die Arbeit. Aber ohne meine (unfreiwillige) Assistenz geht es nicht! Ich habe im Meer gebadet und habe anschliessend süsswassergeduscht. Kaum sitze ich gemütlich in mein Badetuch gewickelt, mit meinem spannenden Buch an der Sonne, heisst es schon: kannst Du mal das Vorschot (Leine zum Vorsegel) lösen? Ja klar, das mach ich doch! Ich setze mich wieder hin und lese 1½ Sätze in meinem Buch, bis es tönt: bringst Du mir was zu trinken? Ja, sofort! Und so geht das weiter, jedesmal, wenn ich mich wieder eingerichtet habe, kommt der nächste Wunsch. Aber ich meutere nicht, hole und bringe alles klaglos! Es braucht noch: die Haushaltpapierrolle, einen Kugelschreiber und einen Lappen um den Schweiss abzuputzen. Und als die Räder endlich am Dinghy angeschraubt und geklebt sind, muss ich nochmals runter in den Salon um das Wasser anzustellen, das der Chef höchstpersönlich abgedreht hat, damit auch er süsswasserduschen kann. Uff, was für ein gemütlicher Sonntagnachmittag.....
Montag, 24. März 2014: Panwa Beach, sonnig, heiss
Wir sind den ganzen Tag an Bord unserer Arche. Wir warten auf Penny und Peter von der „Persian Sands“. Aber die kommen erst nachts um 22h von diversen Behördengängen, Einkaufen, Ersatzteilbesorgen usw. zurück.
Heute gibt Malaysia endlich zu, dass das seit dem 8.März verschollenen Flugzeug im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist.
Dienstag, 25. März 2014: Panwa Beach – Ao Chalong, sehr sonnig und heiss
Heute lernen wir richtig viele neue Leute kennen oder treffen alte Bekannte wieder. Zuerst winken wir einen Mann zu unserem Schiff herbei, den wir nicht kennen, der aber an seinem Katamaran „Twin Magic“ eine Deutsche Flagge hat. Er heisst Bernd und wir fragen ihn, ob er deutsche Bücher haben will. Nein, er will nicht, er hat selber genug. Aber wir plaudern ganz nett mit ihm. Jetzt kommen endlich Penny und Peter und erzählen uns, wie es in den Andamanen war. Sie geben uns gute Tips, falls wir auch mal da hin wollen. Sie
haben keine Zeit, zu uns an Bord zu kommen, sie müssen weiter. Wir nehmen unseren Riesenplastiksack mit den Büchern und fahren per Dinghy zum Schiff „chez nous“, auch mit Deutscher Flagge. Die Leute kennen wir überhaupt nicht, aber sie bitten uns sofort auf ihr Schiff, für einen Kaffee oder Tee. Ulla und Klaus Dieter nehmen unsere ausgelesenen Bücher sehr gerne und Ulla gibt uns etwa 10 Romane im Tausch mit. Dabei wollten wir doch Platz schaffen in unserem Bücherregal! Wir kehren zur MABUHAY zurück und verlegen uns sofort nach Ao Chalong. Nach dem Mittagessen machen wir uns um 14h auf den Weg in den Ort. Paul will Diesel holen. Mit dem 20 l Kanister auf der kleinen Karre laufen wir bei der grössten Hitze zur Tankstelle, etwa 2 km entfernt. Der Schweiss tropft nur so. Nun müssen wir noch zum Getränkeladen und schwerst beladen kehren wir zum Dinghy zurück. Unterwegs zur MABUHAY sehen wir die „Moana“ von Jens und natürlich müssen wir einen Umweg machen, um ihn kurz zu besuchen. Er freut sich und bietet uns kaltes Bier im Tausch gegen warme Biere an, die wir soeben gekauft haben. Paul gibt ihm 5 Dosen.
Wir kehren zur MABUHAY zurück, verstauen unsere Einkäufe und machen uns etwa eine halbe Stunde später schon wieder auf den Weg in die Stadt. Diesmal laufen wir zum Tesco-Supermarkt und kaufen ganz viele Äpfel ein. Rote für Paul grasgrüne für mich. Und weil heute „Nightmarket“ ist, kaufen wir auf diesem Markt haufenweise Salat und Gemüse ein. Auf dem Rückweg essen wir im „Anchor Inn“ zu Abend und treffen dort zufällig auf Sony und Werner von der „FEE“. Sie haben Besuch und wir begrüssen uns nur ganz kurz. Puh..., was für ein begegnungsreicher Tag!
Mittwoch, 26. März 2014: Ao Chalong – Coral Island - Nai Harn, sonnig und heiss, 12sm
Um 9h10 fahren wir los von Ao Chalong. Wir können sofort das Vorsegel setzen und sehr gemütlich segeln. Kurz vor unserem Ziel, der Coral Island, verfolgt uns ein unter Motor fahrender Touri-Katamaran mit dunkelbraunen Segeln. Er fährt Zickzack und es sieht aus als wollte er uns von hinten rammen. Im letzten Moment dreht er ab!
Eigentlich wollten wir ja zur Coral Island, aber als wir dort vor Ort sind, gefällt dem Skipper dieser Ankerplatz nicht. Also drehen wir sofort um und segeln weiter nach Nai Harn. Diese Bucht kennen wir schon und hier gefällt es dem Käpitän besser. Es ist jetzt 12h30 und ich bereite sofort das Salatmittagessen zu. Den Nachmittag geniessen wir wieder einmal beim „dolce far niente“. (Nur ich sitze am Laptop und schreibe diese Zeilen über gestern und heute).
Abends sind wir am kleinen Strand zum mässig guten Abendessen. Die Räder die Paul am Sonntag ans Dinghy montiert hat, erweisen sich als nicht sehr effizient.
Donnerstag, 27.März 2014: Nai Harn, sonnig und windig
Wir sind den ganzen Tag an Bord. Zwar steigen wir um 15h in unser Dinghy und wollen an den kleinen Strand unterhalb des Phromthep Kap, dem südlichsten Kap von Phuket. Aber als wir in die Nähe des Strandes kommen, sehen wir, dass die Brandung heftig auf den Strand und die davorliegenden Felsen schlägt. Hier mit dem Dinghy anzulegen erscheint uns zu gefährlich. Wir kehren zur MABUHAY zurück, kochen Kaffee und lassen es uns bei einem kühlen Bad im Meer gut gehen.
Freitag, 28.März 2014: Nai Harn, sonnig und heiss
Wir möchten eigentlich weiter nordwärts segeln, aber der Skipper befindet, dass der heutige Wind nicht gut sei zum segeln. Also bleiben wir noch einen Tag hier in dieser sehr schönen Bucht. Ich backe ein Brot, das heute aus irgendwelchem Grund nicht gut gelingt, es will nicht so richtig aufgehen. Aber essen können wir es trotzdem.
Samstag, 29. März 2014: Nai Harn - Patong, sonnig bis leicht bewölkt, sehr heiss, 11sm
Um 10h fahren wir von Nai Harn los und können fast die ganze Strecke bis nach Patong sehr langsam, aber auch sehr gemütlich segeln. Vor der Einfahrt in die Bucht von Patong hat es enorm viel Müll der herum schwimmt. Es ist unglaublich!!! Um 13h15 ankern wir vor Patong, diesmal wieder an der rechten Buchtseite, wie schon vor einem Jahr. Hier stinkt es zwar, es ist aber viel bequemer, um in die Stadt zu gelangen.
Am Abend bildet sich über Patong eine rosarote Wolke und gegen 21h regnet es ein paar Tropfen.
Sonntag, 30. März 2014: Patong, heisss.....
Morgens um 4h30 schüttet es volle Pulle etwa 15 Minuten lang. Es blitzt und donnert noch kurz und nach 20 Minuten ist der Spuk wieder vorbei.
Sommerzeit in Mitteleuropa! Jetzt haben wir auf die Heimat nur noch 5 Stunden Vorsprung!
Von 11h bis etwa 14h30 sind wir in der Stadt. Wir essen bei einer Strassenküche. Paul bekommt eine Miniportion Gemüse (Morning Glory heisst das), mit Microspuren von einem toten Huhn. Aber es sei gut! Ich bekomme ein gutes Phat Thai. Ich habe ein bisschen mehr Huhn drin als Paul und unter den Nudeln auch noch TOFU. Das wirft natürlich sofort die Frage auf: was ist eigentlich TOFU? Paul findet, es schmecke wie Styropor, also nach gar nichts!
Tofu, auch Bohnenquark oder veraltet Bohnenkäse genannt, ist ein ursprünglich chinesisches und darüber hinaus asiatisches Nahrungsmittel, das zunehmend auch in der westlichen Welt gegessen wird. Es wird insbesondere von Vegetariern und Veganern verwendet. Tofu ist von Seitan zu unterscheiden, der auch in asiatischen oder vegetarischen Gerichten Verwendung findet und aus Weizeneiweiss besteht.
Tofu wird aus einem weissen Sojabohnenteig hergestellt, der bei der Denaturierung und Koagulation von Proteinen in der Sojamilch entsteht. Der Quark, der daraus hervorgeht, wird entwässert und anschliessend zu Blöcken gepresst. Dieses Verfahren ist der Käseherstellung aus Milch sehr ähnlich.
Wir laufen zum Big C Supermarkt im Jungceylon um dort einzukaufen. Ich bekomme eine neue Taucherbrille, aus China. Auf dem Rückweg zum Schiff schlarpen wir nur mühsam so dahin, es ist drückend heiss.
Dieses Wochenende wird in Thailand wegen den Wahlen von 77 Senatoren, kein Alkohol verkauft, weder in den Geschäften noch in den Restaurants.
Abends gibt es bei uns an Bord Röschti und superzarte Schweine Steaks.
Über den Hügeln der Insel Phuket wetterleuchtet es etwa 2 Stunden lang ununterbrochen.
Unter Wetterleuchten (mittelhochdeutsch weterleichen zu „weter“ (Wetter) + „leichen“ (tanzen, hüpfen), nicht verwandt mit leuchten, wie oft angenommen) wird meistens der Widerschein von Blitzen verstanden, wenn man die Blitze selbst nicht sieht. Es kann bei einem weit entfernten Gewitter oder bei Blitzen, die sich innerhalb von Wolken entladen, entstehen. Den Donner hört man wegen der grossen Distanzen meistens nicht oder nur schwach.
Montag, 31. März 2014: Patong – Nai Yang, 15 sm, leicht bewölkt, nachts Regen
Puhhh, diese Nacht hat es wieder erbärmlich gestunken hier auf diesem Ankerplatz! Um 8h50 fahren wir los. Am Anfang können wir kurz segeln, aber es hat zu wenig Wind und schon bald müssen wir wieder mal motoren. In der Bucht vor Patong liegen 4 (vier!) Kreuzfahrtenschiffe, ein kleinerer und drei grosse Kästen.
Um 12h kommen wir in der Nai Yang Bucht, in der Nähe des Flugplatzes an. Es ist nur ein einziger Katamaran da.
Den ganzen Nachmittag tun wir gar nichts, ausser baden und lesen. Gegen 17h30 fahren wir mit dem Dinghy an Land. Wir erwarten die „Aroha's“, Monika und Eric, sowie Marianne und Michel von der „Sostene“, ein Schweizer Ehepaar aus Lausanne. Die „Aroha“ und die „Sostene“ sollen per Huckepack-Schiff durch den Suezkanal in die Türkei, nach Marmaris, gebracht werden. Nun wurde der Aufladetermin wieder um eine Woche verschoben! Die Vier sind zur Zeit mit ihren Schiffen in der Haven Marina, wo sie ungeduldig auf das grosse Schiff warten. Sie haben zusammen ein Auto gemietet und machen eine Inselrundfahrt. Wir treffen uns um 18h und setzen uns in ein Restaurant am Strand. Wir haben wieder, wie immer (!) viel zu erzählen und ich kann wieder einmal Französisch sprechen. Paul und ich essen zu Abend, die anderen haben am Mittag zu viel gegessen und haben keinen Hunger. Paul bekommt einen Teller mit gemischtem, sehr gutem Gemüse. Ich bestelle Lasagne, da wir hier in einer Pizzeria sind. Ich bekomme eine lauwarme Portion Lasagne, die etwa einem dreijährigen Esser entsprechen würde.
Inzwischen bläst ziemlicher Wind und das Meer ist aufgewühlt. Nur in Unterhosen (damit die Shorts nicht nass werden), erreichen wir gegen 21h die MABUHAY. Es wetterleuchtet wieder wie verrückt und gegen 21h30 regnet es.
Dienstag, 1. April 2014: Nai Yang, stark bewölkt
Paul stürzt sich in seine Taucherausrüstung (mit neuen Schläuchen am Lungenautomaten) unter das Schiff und reinigt den Propeller.
Trotz totaler Bewölkung ist es enorm heiss. Ohne etwas zu tun, schmoren wir in unserem eigenen Saft so dahin.
Mittwoch, 2. April 2014: Nai Yang, leicht bewölkt
Ich schaue mir am Laptop einen Film an: „Aus Mangel an Beweisen“ mit Harrison Ford. Sehr Spannend! Aber danach kann ich nicht einschlafen. Kurz nach Mitternacht geht die etwa halbstündige Sintflut los. Es giesst aus allen Rohren! Aha, und jetzt geht es endlich auch mit der Schlaferei.
Die Sonne scheint wieder und wir machen eine Maschine Wäsche. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 77% und ich hoffe die Wäsche wird heute noch trocknen. Ja, sie trocknet !
Donnerstag, 3. April 2014: Nai Yang, bewölkt, sehr schwül heiss, Regen
Morgens um 02h findet ein Gewitter statt und danach ist es enorm schaukelig auf der MABUHAY. Sie rollt hin und her und hin und her und schlafen ist sehr schwierig.
Wir liegen hier so nah am Flugplatz, dass wir die Flugzeuge starten und landen sehen können. Heute morgen um 8h sehen wir eine Maschine der „Edelweiss Air“ Richtung Heimat starten.
Was für ein mühsamer Tag! Ständig gibt es wieder einen Regenguss, so dass wir runter rennen und im ganzen Schiff alle Luken zumachen müssen um sie kurz danach wieder zu öffnen.
Freitag, 4. April 2014: Nai Yang, total bewölkt, sehr schwül heiss, nachmittags sonnig
In der Nacht hat es wieder ein Gewitter gegeben.
Der Katamaran verlässt die Ankerbucht und nun sind wir noch das einzige Segelschiff hier.
Über die Mittagszeit sind wir an Land und essen im Restaurant Khwana zu Mittag. Sehr gutes gemischtes Gemüse aus dem Wok und Huhn mit Cashew Nuts. Mmm, sehr fein und auch die Grösse der Portionen ist nicht für Zwerge gedacht.
Eigentlich sind wir nur an Land, weil wir Eier kaufen wollten. Aber in dem Minimarkt gibt es keine Eier. Aber dafür bekomme ich eine neue Sonnenbrille. Ich habe schon wieder eine verloren!
Am Abend wieder ununterbrochenes Wetterleuchten.
Samstag, 5. April 2014: Nai Yang – Patong, total bewölkt, Regen, 15sm
Puhh, war das wieder eine schreckliche Nacht. Blitz, Donner, Regen aber das schlimmste war die Schaukelei. Hin und her, hin und her. Die MABUHAY reitet Rodeo an Ort und Stelle. Ich glaube wir haben fast nichts geschlafen. Und am Morgen schüttet es immer noch. Wir stehen sehr spät, erst gegen 9h30 auf. Wozu sollen wir auch früher aufstehen, bei diesem Sauwetter?
Als sich die Situation ein wenig beruhigt hat, laden wir das Dinghy auf (juhu. Paul findet meine verlorene Sonnenbrille im Dinghy!) und fahren nach Patong. Es bläst immer noch ziemlicher Wind und regnet nur noch leicht. Wir können wieder einmal gut segeln, fast den ganzen Weg. Um 14h20 erreichen wir Patong (rechte Seite der Bucht ) und auch heute stinkt es hier wieder nach Kloake, nach Abwasser!!!
Sonntag, 6. April 2014: Patong, leicht bewölkt, sonnig
Auch diese Nacht war wieder ein bisschen Schaukel, aber kein Vergleich mit der vorherigen Nacht. Und, toll! Die Sonne scheint wieder! Wir beobachten einen Hornhecht, wie er versucht einen kleinen Fisch, der aber für ihn viel zu gross ist, herunterzuschlucken. Leider sehen wir nicht wie das Fischlein doch noch verspiesen wird.
Hornhechte sind sehr schlanke Oberflächenfische. Sie haben ein schnabelartiges, verlängertes Maul mit zahlreichen, nadelartigen Zähnen. Bei erwachsenen Tieren sind Ober- und Unterkiefer gleich lang.
Die Flossen haben keine Hartstrahlen. Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper, die Bauchflossen befinden sich ungefähr in der Mitte des Körpers. Die Augen der Hornhechte haben einen besonderen Schutz gegen das von oben kommende helle Licht, dem sie als Oberflächenfische besonders ausgesetzt sind. Die Iris hat in ihrem oberen Teil einen Lappen, der das Eindringen direkten Sonnenlichts vermindert.
Kleine im Süßwasser lebende Arten werden nur 6 bis 7 Zentimeter lang, während große marine Arten bis zu 2 Meter lang werden können.
Die Tiere haben eine weltweite Verbreitung in tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren, in Brack- und Süßgewässern. Der Gewöhnliche Hornhecht (Belone belone) lebt im Ostatlantik, von Island bis zu den Kanarischen Inseln, im Mittelmeer, im Schwarzen Meer und in Nord- und Ostsee.
Der einheimische Gewöhnliche Hornhecht (Belone belone) wird einen Meter lang. Er ist ein sehr geschätzter Speisefisch, der jedoch wenig kommerziell gefischt wird. An den Küsten der südlichen und westlichen Ostsee wird er besonders im Frühsommer (etwa Anfang Mai für max. 3 Wochen) geangelt, da er dann zum Laichen in die Nähe des Strandes kommt. Ein beliebter Laichplatz ist der Greifswalder Bodden. Auffallend sind seine grünen Gräten. Diese Farbe entsteht durch den Abbau des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zu Biliverdin.
Hornhechte ernähren sich von kleinen Freiwasserfischen und freischwimmenden Krebsen, die sie in schneller Jagd erbeuten, indem sie (wie auch die Knochenhechte) die Beute meist seitwärts schlagen. Bei der Jagd, auf der Flucht oder um sich von Parasiten zu befreien, können Hornhechte weit aus dem Wasser springen.
Hornhechte heften ihren mit Klebefäden versehenen Laich an im Wasser treibende feste Substrate, wie Tang, Treibgut oder sogar Boote an
Gegen 11h machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir müssen einkaufen, schliesslich bekommen wir morgen Abend Besuch.
Unterwegs bringen wir noch Wäsche zum Waschen und vereinbaren für morgen Abend einen Termin mit einem Taxifahrer, er heisst Moo! Er fährt mit uns zum Flugplatz um unseren Besuch abzuholen. Wir essen in der Stadt feines Gemüse und Phat Thai. Es ist wieder sehr heiss.
Ein grosser Kreuzfahrer (in Malta registriert) ist angekommen und wir staunen über die Logistik, bis alle Gäste an Land gekarrt und wieder an Bord gebracht sind.


















