Freitag, 21.November 2014: Nagarkot-Kathmandu
Heute stehen wir nicht um 6h00 auf, um den Sonnenaufgang und die Berge zu sehen. Paul schaut aus dem Fenster und sagt: “Dicker Nebel!“. Wir schlafen weiter bis um 8h. Frühstücks-Buffet gleich wie gestern: Porridge, Toast, Pfannkuchen, hart gekochte Eier, Kartoffeln mit Curry dran, Butter Konfitüre, Tee. Wir begnügen uns mit Toast, harten Eiern, Butter, Konfi und Tee. Danach packen wir unsere Sachen und sitzen wieder auf der Terrasse an der Sonne. Geniessen, entspannen, lesen.
Um 13h30 werden wir von unserem Fahrer abgeholt und sind gegen 15h wieder in Kathmandu, im „Pilgrims Guesthouse“, (24.50 Sfr./pro Nacht/2 Personen, kein Früstück) das teuerste aber nicht beste was wir je hatten. Wir beziehen sofort das Zimmer und gehen dann zu Fuss zum Reisebüro von Prakash. Er ist nicht da. Sein Assistent ruft ihn an und wir teilen ihm mit, dass wir, wie abgemacht, gekommen sind, um unsere Pässe für das Indien Visa abzugeben. Prakash sagt, dass wegen der SAARC-Konferenz die Indische Botschaft die nächsten 5 Tage geschlossen sei. Und wir sollten doch einfach unseren Abflug nach Malaysia um 2 Tage verschieben! Aber das kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Ich bekomme eine Mordswut. Jetzt sind wir extra wegen diesem blöden Indien Visa nach Kathmandu zurückgekommen!!! Prakash wiederholt: «No problem, einfach nur den Flug um 2 Tage verschieben». Wir verlangen das Geld für die Visa und die Fotos zurück und verlassen ziemlich wütend den Saftladen.
In unserem Hotel besorgen wir uns für morgen ein Busticket, zurück nach Pokhara. Später spazieren wir im Stadtteil Thamel herum und essen danach in unserem Hotelgarten zu Abend. Es ist ziemlich kühl.
Die Südasiatische Vereinigung für regionale Kooperation (auch: Südasiatische Wirtschaftsgemeinschaft) oder kurz SAARC wurde am 8. Dezember 1985 in Dhaka (Bangladesch) gegründet und hat ihren Sitz in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Gründungsmitglieder sind Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal, Sri Lanka, Bhutan, Afghanistan und die Malediven.
China, Japan, die Europäische Union, Südkorea, die USA .und der Iran besitzen Beobachterstatus.
Samstag, 22. November 2014: Kathmandu-Pokhara
6h10 Tagwache. 6h30 werden wir per Taxi vom Hotel zum Busbahnhof von Katmandu transportiert. Hier trinken wir einen sehr heissen und guten Masala Tee. Wir müssen um unsere Plätze Nr. 1 und 2 kämpfen. Es gibt Leute die kommen einfach ohne Ticket in den Bus und meinen dann, sie könnten zu billigerem Preis zuvorderst hocken.... Wir haben für diese 6 -stündige Fahrt nach Pokhara (220 km) 1000 Rupien (ca 10 Sr./Person) bezahlt und dies ist ein guter Bus, sogar mit WIFI. Da kann man nicht meckern. Um 7h15 geht es los. Dies ist unsere 2. Fahrt nach Pokhara. Wir flüchten sozusagen aus Kathmandu, vor den Abgasen, dem Staub und dem Lärm. Die Fahrt ist echt abenteuerlich. Da wird wild überholt, in den steilsten Kurven der Passstrasse. Manchmal fallen die Hänge steil ins Tal hinab. Es holpert und rumpelt. In Nepal wird links gefahren. Wenn eine Panne passiert, wird der Bus oder der LKW direkt an Ort und Stelle repariert, nämlich mitten auf der Strasse. No Problem!
14h Ankunft in Pokhara. Am Busbahnhof hat es immer viele Schlepper für Hotels oder Gästehäuser. Amrit „schleppt“ uns in sein Hotel, das „Galaxy Inn“. Wir bekommen ein schönes Zimmer im Parterre, mit Dusche/WC/2 Personen für 700 Rupien (7 Sfr.) pro Nacht, kein Frühstück. Das Zimmer ist kein bisschen schlechter als das gestern für 24.50 Sfr. Wir geben Wäsche zum waschen ab und informieren uns dann in 2 Reisebüros was wir weiter unternehmen wollen. Zum Abendessen gibt es je einen Teller Chow Mein (Nudeln mit Gemüse) à 95 Rappen.
Sonntag, 23. November 2014: Pokhara
Juhuuu, wir haben es endlich geschafft, Wir haben die berühmten Nepalgipfel gesehen. Das heisst, wenigstens einen davon, den „Fishtail“. Der sieht genauso aus wie das Matterhorn. Wir geniessen einen richtig faulen Tag. Sitzen sehr lange am Fewa-See an der Sonne. Schön!
Komisch für uns, dass die Schulkinder in ihren Uniformen am Sonntag die neue Schulwoche beginnen.
Haben ständig Stromausfall in unserem Hotel. Am Abend bezahlen wir die Hotelrechnung und müssten extra fürs Toilettenpapier bezahlen. Wir weigern uns.
Montag, 24. November 2014: Pokhara - Beni
7h Tagwache, 7h30 per Taxi zum Busbahnhof der öffentlichen Busse. 8h los im Ururalt-Bus wie die Sardinen. Aber die 90 km Fahrt nach Beni kosten auch nur 215 Rupien (2.15 Sfr.) pro Person. Der Bus kämpft sich 4 Stunden lang durch mehr Löcher als Strasse, über Stock und Stein. Um 12h kommen wir in Beni an. Der Busparkplatz ist ein einziger Dreckplatz! Wir finden im „Hotel Yak“ ein Zimmer für 1000 Rupien (10 Sfr.) /2 Personen/Nacht, (ohne Frühstück).Wir laufen durch den Ort und essen im Garten des „Hotel Yeti“ zu Mittag. Und, das glaubt uns wieder keiner, es gibt Röschti mit Käse und Spiegeleiern. Auf der Karte steht „Swissfood“. Das bestelle ich und es ist prima. Paul nimmt lieber wieder einmal eine Nudelsuppe, auch die ist gut, aber zu wenig. Wir spazieren weiter und erkunden die ziemlich grosse Stadt Beni. Mit einem Taxifahrer vereinbaren wir einen Ausflug für morgen. Die Nepalis müssen ein ziemlich fleissiges Volk sein. Überall, auf dem kleinsten Flecklein Erde wird Reis oder Gemüse angebaut. Wir sehen, wie mit Ochsen oder Kühen gepflügt wird.
Die Hauptaufgabe der Frauen scheint das Wäsche waschen zu sein. Überall sieht man sie
an den Brunnen an der Strasse oder auch am Fluss kauernd Wäsche waschen und überall ist Wäsche aufgehängt.
In der Stadt Beni wimmelt es nur so vor lauter Kindern. Wahnsinn! Schon ganz kleine Knirpse (etwa 3 Jahre alt) marschieren stolz in ihrer Uniform in die Schule. Sehr viele dieser Kleinen haben schrecklich schlechte Zähne. Wir haben sie beobachtet, wie sie am Morgen, noch vor der Schule, in den kleinen Lädchen Schleckzeug kaufen.
Beni ist eine Stadt in Zentral-Nepal im Distrikt Myagdi; 2011 hatte sie 21.947 Einwohner. Es liegt in der Dhaulagiri Zone.
Der Distrikt Myagdi ist geprägt vom tiefen Tals des Kali Gandaki zwischen den Massiven des Dhaulagiri und Annapurna. Entlang des Gandaki führt der Annapurna-Rundweg an dem z. B. der Ort Tatopani mit seinem Thermalbad direkt am Fluss liegt. Ein weiterer Ort an diesem Weg ist Ghodepani auf ca. 2900 m mit dem nahegelegenen Pun Danda (Poon Hill) und der Aussicht auf die Gipfel des Dhaulagiri und der Annapurna.
Dienstag, 25.November 2014: Beni - Tatopani
Mit Rash, dem Taxifahrer fahren wir um 9h in seinem kleinen Suzuki nach Tatopani. Die 22 km lange Fahrt dauert 2 Stunden und ist keine Sekunde langweilig. Auf einer unvorstellbar schrecklichen, elenden Rumpelstrasse holpern wir nach Tatopani. Es geht über jede Menge tiefe Löcher, Steine und Wasserläufe. In Tatopani (1190m hoch) machen wir einen langen Spaziergang im Ort und essen im Restaurant „Old kamala“ an der Sonne, unter Zitronen – und Orangenbäumen zu Mittag. Wir rumpeln den gleichen Weg zurück und sind gegen 16h wieder zurück in Beni. Und jetzt geht es ums Bezahlen. Wir hatten gestern mit Rash ausgemacht, dass der Ausflug 30 Sfr. kosten würde. Jetzt will er aber 30 Sfr. pro Weg! Wir bezahlen zähneknirschend und Paul kann sich nicht mehr erholen, weil wir wieder einmal „gelinkt“ wurden.









































































