Sonntag, 24.Mai 2015: Jaipur – Delhi
Auch heute ist Radz wieder überaus pünktlich. Um 10h fahren wir los. Die Strasse nach Delhi führt am „Fort Amber“ vorbei und wir können nochmals einen Blick darauf werfen. Wir überholen etwa 100 Elefanten, die für heute genug Touristen auf den Berg geschleppt und nun Feierabend haben. Sie sind auf dem Weg nach Hause, später ist es zu heiss um unterwegs zu sein. Unterwegs staunen wir immer wieder, wie die Inder es fertig bringen, in ein TukTuk ungefähr 15 Leute hinein zu quetschen und in einen kleinen Jeep geschätzte 20 Personen zu stopfen. Unglaublich! Wir überholen massenweise Lastwagen oder fahren zwischen ihnen Slalom. Es sind bestimmt eine Million. Die Strecke von Jaipur nach Delhi ist ca. 270 km lang und meistens sehr flach. Irgendwo gibt es einen Mittagshalt und Paul und ich essen nur Salat und Rotis. Radz verdrückt ein Riesenfuder Reis mit Saucen. Gegen 15h sind wir in unserem Hotel“ Persona International“ in Neu Delhi. Wow, wir haben ein supertolles Zimmer im 3.Stock.
In Delhi sind heute 44° (gefühlte 49°!!!), gemäss unserem Wetterprogramm auf dem iPad.
Wir machen uns sofort auf den Weg zu einem Reisebüro um unseren Flug nach Hause zu buchen. Aber ein Mann des Hotels hält uns auf und sagt, heute sei Sonntag, die Reisebüros geschlossen und er könne uns den Flug ganz günstig besorgen. Eine ganze Stunde feilschen wir mit ihm und sagen am Schluss: “Nein Danke, viel zu teuer!“ Wir laufen ein wenig herum und ich gehe zum Coiffeur, (300 Rupien = 4.50 Sfr.), war aber auch bitternötig. Dann kommen wir zufällig an ein Reisebüro und es ist offen. Hier bekommen wir den Flug, ohne grosse Diskussionen, 300 € günstiger als bei unserem Hotelmann. Na also, geht doch! Zum Abendessen gibt es zusammen eine Portion gebratenes Huhn mit gaaaanz vielen Zwiebeln, dazu je ein Roti. Mmm, sehr gut. Auf dem Weg zum Hotel kommen wir zufällig an einem Herrencoiffeur vorbei und nun ist Paul an der Reihe mit verschönern (war noch viel bitternötiger!). Bei ihm kostet es 200 Rupien (3 Sfr.).
Delhi ist eine Metropole im Norden Indiens, sie ist mit Neu-Delhi die indische Hauptstadt.
Delhi liegt am Fluss Yamuna durchschnittlich 216 Meter über dem Meeresspiegel.
Delhi ist mit ca. 16,8 Millionen jeweils nach Mumbai die zweitgrösste Stadt und die zweitgrösste Agglomeration Indiens und gehört weltweit zu den Megastädten.
Nach der indischen Volkszählung 2011 leben im Hauptstadtterritorium Delhi 16.787.941 Bei einer Fläche von 1.483 Quadratkilometern hat das Hauptstadtterritorium Delhi eine Bevölkerungsdichte von 11.320 Einwohnern pro Quadratkilometer (zum Vergleich: Mumbai ca. 28.500 Ew./km², New York City ca. 10.500 Ew./km², Berlin ca. 3.900 Ew./km²).
Wie in allen Metropolen Indiens besteht in Delhi ein grosses Mass an sozialer Ungleichheit. Ein beträchtlicher Teil der Stadtbevölkerung lebt unter prekären Bedingungen: Nach der Volkszählung 2001 wohnten fast 1,9 Millionen Einwohner Delhis (19 Prozent der Bevölkerung) in Slums. Gleichwohl ist der Anteil der Slumbevölkerung aber noch deutlich niedriger als in Mumbai (49 Prozent) oder Kalkutta (32 Prozent). Ein erhebliches Problem in Delhi ist, wie in grossen Teilen Indiens, die gezielte Abtreibung weiblicher Föten und das daraus resultierende ungleiche Geschlechterverhältnis: Auf 1000 Männer kommen im Hauptstadtterritorium Delhi nur 868 Frauen. Diese Werte liegen deutlich unter dem indischen Durchschnitt von 943 bzw. 919.
86 Prozent der Einwohner des Hauptstadtterritoriums Delhi können lesen und schreiben (Männer: 91 Prozent, Frauen 81 Prozent). Die Alphabetisierungsquote liegt deutlich über dem gesamtindischen Durchschnitt von 73 Prozent.
Als Amtssprachen des Hauptstadtterritoriums Delhi dienen Hindi, Urdu und Panjabi. Englisch ist wie überall in Indien als Verkehrs- und Bildungssprache verbreitet.
Die Mehrheit der Einwohner Delhis sind Hindus. Nach der Volkszählung 2001 machen sie 82 Prozent der Bevölkerung des Hauptstadtterritoriums aus. Die grösste Minderheit sind die Muslime mit knapp 12 Prozent. 4 Prozent der Bevölkerung sind Sikhs. Jainas (1,1 Prozent) und Christen (0,9 Prozent) stellen kleinere Minderheiten.
Delhi gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Es besitzt eine vielfältige verarbeitende Industrie. In der Stadt werden Textilien, elektrische und elektronische Anlagen, Präzisionswerkzeuge und Kraftfahrzeuge hergestellt. Delhi als Bundesstadt hat landesweit die grösste Konzentration von öffentlich Bediensteten.
Nach Jahren der wirtschaftlichen Isolierung, verursacht durch die strengen Handelsgesetze, die nach der Unabhängigkeit von Grossbritannien erlassen wurden, erfährt Delhi heute einen rasanten Wirtschaftsboom.
Die Umgebung der Stadt wird traditionell landwirtschaftlich genutzt. Es werden Weizen, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse angebaut. Die Milchviehzucht ist ein bedeutender Wirtschaftszweig. Der beträchtliche Flächenverbrauch und die steigenden Landpreise um Delhi herum führt hier aber zur Verdrängung vieler Kleinbetriebe in weiter entfernte Gebiete.
Die an Delhi angrenzenden Territorien haben ihre Entwicklung vorwiegend auf die Zusammenarbeit mit der Bundeshauptstadt ausgerichtet. In den letzten Jahrzehnten sind grosse Trabantenstädte entstanden, in denen sich aufstrebende Wirtschaftszweige wie Elektro- und Computerindustrie, Softwareerstellung, Industrieverwaltungen u.ä. niedergelassen haben. Die dazugehörige soziale und Verkehrs-Infrastruktur ist z.T. noch lückenhaft, aber wo vorhanden, den Einrichtungen in Delhi ebenbürtig. In diesem „Speckgürtel" Delhis siedeln sich überdurchschnittlich viele junge, gut ausgebildete Menschen in modernen Neubausiedlungen an. Diese aus dem ganzen Land stammende Zuwanderung bildet den Kern einer schnell wachsenden indischen Mittelschicht.
Die Satellitenstädte, die rund um die Metropole in atemberaubendem Tempo gebaut werden, sind schlecht an das Autobahnnetz angeschlossen. Um weniger Verkehrsstaus zu erreichen, hat man ein gigantisches Strassenbauprojekt begonnen, das neue Strassenüberführungen schaffen sollte, die Situation aber bislang nur verschlimmert hat. Ein grosser Teil der Einwohner von Delhi benutzt Omnibusse oder einen der wenigen Vorortzüge, andere zahlen lieber ein wenig mehr und gönnen sich eine Motor-Rikscha. Um der ausufernden Umweltverschmutzung Einhalt zu gebieten, wurde der öffentliche Nahverkehr auf Erdgas (CNG: Compressed Natural Gas) umgestellt. Diese Massnahme betraf die öffentlichen Busse sowie Taxis und Motor-Rikschas.
Montag, 25.Mai 2015: Delhi
Heute steht eine Delhi-Besichtigungs-Tour auf dem Programm. Paul meldet 46°, gefühlte 51° von der Wetterfront!!! Oh Mann! Radz holt uns um 9h15 ab und wir fahren in die Altstadt von Delhi. Irgendwie fühlen wir uns verar...t! Wir haben eine Pauschale bezahlt für 5 Tage Rundreise und einen Tag Delhibesichtigung.
Jetzt lässt uns Radz bei einem Parkplatz in der Nähe des Roten Forts aussteigen und sagt, wir können nun zu Fuss die Altstadt anschauen oder eine Rikscha nehmen. Der Rikaschfahrer steht schon bereit. Er will für eine Stunde 450 Rupien haben. Wir lehnen ab und wollen zu Fuss gehen. Aber nach zähen Verhandlungen und Dank dem Eingreifen von Radz fahren wir schlussendlich für 150 Rupien pro Stunde. Der Fahrer fährt mit uns über die Strasse und wir „dürfen“ ein Foto vom Roten Fort machen. Es hat tausende von Velo-Rikschas und von TukTuks. Dann geht es in die Altstadt und wir bekommen so intelligente Erklärungen wie: Mac Donalds, oder Bank of India. Danke, das sehen wir ja selber. Aber die kleinen Gässchen durch die er uns pedalt, sind wirklich sehenswert und einmalig. Was da alles verkauft und transportiert wird. Der Fahrer lässt uns bei einem Gewürzladen aussteigen und wir sollten wieder was kaufen. Bei der grössten Moschee steigen wir aus und wollen hineingehen. Pro Fotoapparat müsste man 300 Rupien (4.50 Sfr.) bezahlen, und wir haben zwei davon. Abgeben kann man die Kameras nicht. Also lehnen wir dankend ab und schauen halt die grösste indische Moschee der Moslems nicht an. Damit können wir gut leben.
Weithin sichtbar überragt Delhis rot-weiße Jami Masjid die umgebenden Basare gut 500 Meter westlich des Roten Forts. Was bereits aus der Ferne riesig erscheint, ist noch gigantischer, wenn man die breite Treppe zum Torbogen hinaufsteigt und den dahinter liegenden Innenhof betritt: Bis zu 25.000 Gläubige finden hier Platz. Die Jami Masjid ist Indiens grösste Moschee, erbaut 1650 -1656.
Wir werden noch in einen Shop geschleppt, wo man wieder diverse Souvenirs kaufen sollte und haben nun endgültig genug. Wir wollen zurück zu Radz und seinem Auto. Nach genau 1½ Stunden sind wir wieder am Ausgangspunkt. Dafür müssten wir 225 Rupien bezahlen. Paul erweist sich als grosszügig und gibt 300 Rupien, weil es heute wirklich sehr heiss ist. Und jetzt will der unverschämte Kerl doch noch ein Trinkgeld obendrauf!
Der Akshardham-Tempel ist ein Hindutempel in Neu-Delhi. Der Tempel ist sehr aufwendig gestaltet und zeigt traditionelle Darstellungen der indischen und hinduistischen Kultur, sowohl spirituell als auch architektonisch. Der Tempel wurde erschaffen auf Inspiration von Pramukh Swami Maharaj, dem Führer der hinduistischen Sekte Bochasanwasi Shri Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha. Durch Mitwirken von 3.000 Freiwilligen und 7.000 Kunsthandwerkern konnte der Tempel am 6. November 2005 nach 5-jähriger Bauzeit eröffnet werden. Seit Dezember 2007 hat der Tempel einen Eintrag im Guinness Buch der Weltrekorde als Flächenmässig grösster Hindu Tempel der Welt. Gegen eine Eintrittsgebühr kann an einem Unterhaltungsprogramm teilgenommen werden, das Inhalte und Ansichten der Sekte vermittelt. Ansonsten ist die Besichtigung kostenlos.
Hier ist fotografieren auch verboten, aber man kann die Kameras gratis in ein Schliessfach geben. Das ist korrekt und wir akzeptieren das problemlos. Anschliessend besuchen wir die Gedenkstätte von Mahatma Gandhi.
An Mahatma Gandhi ( 2. Oktober 1869 - † 30. Januar 1948) erinnert heute das Rajghat. Nach seiner Ermordung wurde Gandhi eingeäschert und seine Asche im Ganges verstreut. An der Stelle, an der seine sterblichen Überreste 1948 verbrannten, dem Samadhi am Rajghat, wurde später ein Denkmal errichtet. Eine schlichte, schwarze Marmorplatte, auf der eine ewige Flamme brennt, ehrt den Friedenslehrer und „geistigen Vater“ Indiens. Zu sanfter Musik, umgeben von grünem Gras und Magnolienbäumen gedenken hier Anhänger des Verstorbenen. Eine Inschrift auf der mit Blumen geschmückten Plattform erinnert an die letzten Worte Gandhis „hey ram" („oh Gott"). Jeden Freitag werden hier in der Parkanlage des Rajghat Gebete abgehalten. An Gandhis Geburtstag, dem 2. Oktober und an seinem Todestag, dem 30. Januar, versammeln sich zahllose Anhänger Gandhis um hier Blumen niederzulegen.
Nun besuchen wir noch das Humayun-Mausoleum. Die Einheimischen bezahlen 10 Rupien Eintritt, wir 250 ! Mit dem Bau an Delhis erstem Mogul-Grab wurde 1564 nach dem Tod des zweiten Mogul-Herrschers begonnen. Das Grab gehört aufgrund des eleganten persischen Stils zu den prächtigsten historischen Bauwerken in Delhi.
Es ist höllenheiss und wir schleichen nur so herum. Wir lechzen nach kalten Getränken, Wasser, Cola oder Fruchtsäften.
Radz fährt uns zu einem Restaurant, wo wir mit den Einheimischen essen. Pilzcurry und Knoblauch-Nan. Mmm herrlich!
Danach schauen wir uns einen schönen Park an, wo sich die Liebespaare heimlich treffen, spazieren darin herum, und sehen später einen wunderschönen Tempel.
Danach fahren wir am Regierungspalast vorbei, wo der Indische Präsident wohnt und am Gate of India, einem Triumphbogen. Um 16h sind wir wieder zurück in unserem gekühlten Zimmer.
Wir möchten kalt duschen. Dies ist aber leider nicht möglich, es kommt nur heisses Wasser aus den Leitungen. Kein Wunder, bei 46° Aussentemperaturen.
Es ist schon dunkel, aber immer noch sehr heiss als wir zum Abendessen raus gehen. Wir quetschen uns durch das Volk beim Markt und laufen zum Einheimischen-Restaurant „Anna Mess“ wo wir schon gestern Abend gegessen haben. Im Gedränge spüre ich plötzlich, das jemand an meiner Tasche rumfummelt, ob wohl ich sie fest umklammert halte. Ich schaue mich um und sehe 3 junge Männer, einer mit grünem T-Shirt, die auffällig nach meiner Tasche schielen. Ich teile dies sofort Paul mit und als die drei dies bemerken, schlendern sie wie zufällig in die entgegengesetzte Richtung davon. Uff, Schwein gehabt! Im Restaurant stelle ich fest, dass der Aussenreissverschluss halb offen ist. Aber da wäre nichts Klauenswertes drin gewesen. Das Essen schmeckt uns trotzdem gut, Butter-Chicken und Roti.
Dienstag, 26.Mai 2015: Delhi – Abu Dhabi
Paul liest mir aus dem „20 Minuten“ vor, dass es in Indien eine Hitzewelle habe. Aha, deshalb schwitzen wir so und trinken Wasser und sonstiges wie die Kühe. Hier sind im Moment 46°, gefühlte 51°!!! Aber wir fliegen ja heute noch nach Hause, in die kühle Schweiz. Am Morgen laufen wir wieder durch die Strassen Delhis um nochmals das „Indienfeeling“ zu haben. Irgendwo setzen wir uns in ein winziges Restauräntchen mit Blick auf die Strasse, um ein Lassi zu trinken. Der Wirt ist sehr nett und spricht ein supergutes Englisch. Weil er einen roten Turban trägt, frage ich ihn über die Sikhs aus. Er gibt mir bereitwillig Auskunft.
Die Sikh-Religion ist eine im 15. Jahrhundert entstandene Religion. Die im Punjab (Nord-Indien) begründete Reformbewegung hat heute rund 23 Millionen Anhänger, wovon die Mehrzahl in Indien lebt.
Praktizierende Sikhs, vor allem männliche Religionsanhänger, erkennt man an einem kunstvoll gebundenen Turban (Dastar). Die Kopfbedeckung samt ungeschnittenem Haar, drückt entsprechend dem Selbstverständnis der Sikhs Weltzugewandtheit, Nobilität und Respekt vor der Schöpfung aus. Der Turban darf zu jeder Zeit und an jedem Ort getragen werden. Im Alter zwischen 12 und 16 Jahren bekommen die Jungen in der dastar bandi Zeremonie ihren ersten Turban überreicht. Manche Sikh-Frauen, besonders in England, tragen ebenfalls einen Dastar. Fast alle Sikhs tragen als Zeichen der Gemeinschaft einen Armreif.
Sikhs tragen in der Regel gleichlautende Nachnamen. Als Ausdruck von Geschwisterlichkeit tragen Sikh-Männer den gemeinsamen Nachnamen Singh (Löwe), Frauen heissen mit Nachnamen Kaur (Prinzessin). Die Namensgebung wurde von Guru Gobind Singh im 17. Jahrhundert eingeführt.
Die Verwendung der gleichen Namen soll einen Kontrapunkt zu der in Indien verbreiteten sozialen Hierarchisierung darstellen, die sich in den Nachnamen zeigt. Dennoch verwenden manche Sikhs noch einen Nachnamen, zum Beispiel den ihrer Vorfahren oder ihres Herkunftsortes; zuweilen stellen sie ihren Beruf vor den Namen oder verwenden als getaufte Sikhs den Zunamen Khalsa.
Männliche Sikhs werden mit Sardar oder dem eher ländlichen Bhaiji oder Bhai Sahib („Bruder“) angesprochen, weibliche mit Sardarni, Bibiji („Frau“) oder Bhainji („Schwester“).
Es wird grösster Wert auf eine tugendhafte Lebensführung gelegt. Als Eckpfeiler des Sikh-Seins gelten ein sozial ausgerichtetes Familienleben, der ehrliche Verdienst des Lebensunterhaltes sowie lebenslange spirituelle Entwicklung. Der Dienst an Mitmenschen sowie das Bemühen um Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten werden als wichtige Form der Gotteshingabe angesehen. Frauen und Männern wird eine gleichberechtigte Rolle mit gleichen Rechten und Pflichten zugesprochen.
Unterdessen hat sich ein anderer, älterer Sikh, mit einem hellgrünen Turban an unseren Tisch gesetzt. Er will uns unbedingt kostenlos einen Silberladen zeigen, ganz in der Nähe. Zuerst weigern wir uns, aber dann lassen wir uns überreden. Unser Flug geht erst heute Abend um 21h und so verkürzen wir uns ein wenig die Zeit bis dahin. In einem TukTuk, das erst mit sehr gutem Zureden endlich anspringt und mit einem Chauffeur, der unserer Meinung nach nochmals in die Fahrschule gehen müsste, hoppeln wir etwa 30 Minuten durch die Stadt. Im Silber- und Souvenirladen kaufen wir nur eine Kleinigkeit und die Gesichter der Verkäufer und unseres Sikhs werden immer länger….
Jetzt sollen wir noch in ein Ledergeschäft geschleppt werden, aber wir lehnen dankend ab. Zurück beim Restauräntchen vereinbaren wir mit dem hellgrünen Turban-Sikh, dass er uns um 14h30 eines von seinen 20 Taxis zum Hotel schickt, um uns zum Indira Gandhi International Flughafen zu bringen. Wir essen beim roten Turban-Sikh-Mann eine Wahnsinns-Portion Chicken Biryani (Reis mit Huhn), wir mögen zusammen nicht mal die Hälfte davon essen.
Um 14h30 warten wir in unserem Hotel vergeblich auf das Taxi, das wir bestellt haben. Um 15h gehen wir auf die Strasse und nehmen uns eines der vielen Taxis die es überall hat. Am Flughafen holen wir unsere rote, schwere Reisetasche ab und checken problemlos ein. Auch der Flug mit Etihad verläuft sehr gut.
Mittwoch, 27.Mai 2015: Abu Dhabi – Zürich – Pieterlen
Nachdem wir in Abu Dhabi mitten in der Nacht 2½ Stunden gewartet haben, fliegen wir, die meiste Zeit schlafend, mit Etihad weiter nach Zürich, wo wir sehr pünktlich kurz vor 07h landen. Die Aussentemperatur hier ist etwa 12°, brrr! Und jetzt erleben wir den Schweizerkulturschock! Unsere Zugbillette, zwei Mal einfach, von Kloten nach Grenchen Süd kosten 90 Franken. Aber die Frau am Schalter ist sehr nett. Sie sagt mir gleich ungefragt die Zeit des nächsten Zuges nach Grenchen. Toller Service! Die Fahrt im Zug durch die grüne, und meistens saubere Schweiz, geniessen wir sehr. Und der Zug fährt so leise und bequem, dass wir es kaum glauben können. Sehr zuverlässig werden wir in Grenchen von Peter per Auto abgeholt und nach Pieterlen chauffiert. Hier erwartet uns Käthi bereits mit Kaffee und Gipfeli und später zum Mittagessen. Herzlichen Dank an die beiden für den tollen Empfang. Obwohl es uns in Indien sehr gut gefallen hat, ist es schön, wieder zu Hause zu sein.
















































