Samstag, 6.August 2016: Belo sur Tsiribihina - Bekopaka beim Tsingy Nationalpark 100km
Morgens 03h kräht unser „Güggel“ auf dem Schiff! Warte nur, Dir wird heute noch der Hals umgedreht! Um 7h30 stehen wir auf. Wir haben beide in unserem Zelt prima geschlafen. Später erfahren wir, dass Miriam und Beat gefroren haben, weil sie keine Wolldecke hatten. Wir hatten zwei und haben nur eine benützt. Über der Sandbank und dem Fluss hat es ziemlich dicken Nebel. 7h30 Frühstück mit Spiegeleiern und Crêpes mit Nutella. Mmm, man merkt, dass jetzt eine Frau an Bord ist. 8H10, wir legen ab. 8h30 unser „Güggel“ kräht zum letzten Mal! Daniel „befreit ihn von diesem mühseligen irdischen Leben“ (Zitat von Daniel). Der Nebel lichtet sich und es wird wieder ein sonniger, wunderschöner Tag. Die Flussfahrt und die Flusslandschaft sind einfach traumhaft schön. Überall sehen wir winzige Fleckchen, wo bis in den Fluss Reis angepflanzt wird. Dahinter, etwas höher, Erdnüsse, Maniok, Tabak, Linsen usw. und die Leute werkeln schön fleissig schon sehr früh am Morgen in ihren kleinen Plantagen. Die Frauen waschen immer und überall jede Menge Wäsche im Fluss. Meistens sind sie umringt von einer Schar kleiner Kinder. Daniel sagt uns, die madagassische Familie habe durchschnittlich 6 Kinder (er selber hat zwei Töchter). Im Moment sind zwei Monate Schulferien. Das neue Schuljahr beginnt im Oktober. Wir fahren noch drei Stunden den Fluss hinunter. Je weiter westlich wir kommen, desto mehr Baobabbäume hat es . Die sind wunderschön. Um 11h30 sind wir in Belo sur Tsiribihina, am Endpunkt unserer Schifffahrt. Schade! Aber bevor wir das Schiff verlassen, gibt es noch Mittagessen. Den „Güggel“, etwas zu zäh gebraten aber dennoch gut, gutes Kartoffel-Gemüsegemisch. Heute gibt es kein Dessert, weil die Crew gestern Abend die Vorräte (es wäre eine Melone gewesen) aufgeg(fr)essen haben, erzählt uns Daniel.
12h15, wir verlassen die „Eden 1“ und steigen in den 4x4 Pajero um. Der Schiffscrew geben wir jedem ein kleines Schweizer Taschenmesser plus ein Trinkgeld.
Ein Chauffeur, Daniel, Sara wir beide und ein Automechaniker, der nach Morondava zu einer Autopanne muss, fahren vier Stunden (100 km) auf einer elenden Rüttelpiste. Unterwegs überall Buschbrände, die extra für die Brandrodung gelegt werden. Bevor wir an unser Ziel kommen, dem Dorf Bekopaka beim Tsingy Nationalpark, müssen wir auf einer Autofähre noch den Fluss Manambolo überqueren. Das ist alles echt abenteuerlich! Um 16h30 sind wir im „Hotel Olympe de Bemaraha“. Ein superschönes Hotel mit Swimmingpool. In unserem Bungalow Nr. 2 haben wir ein Himmelbett. Aber wir sind nur ganz kurz im Zimmer und stürzen uns danach in den saukalten Pool.
Abendessen: Zebu- Ragout und Kartoffelpuree, gut.






























