Madagaskar: 2.Woche, Ranomafana – Fianarantsoa, 12.08.2016
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Freitag, 12.August 2016: Ranomafana – Fianarantsoa 64 km

Abfahrt 9h05. Heute haben wir keine so grosse Strecke vor uns. Paul hat sich beim Gepäckzumautotragen an einer vorstehenden Dachecke eine blutige „Schnatte“ in den Kopf gehauen. Und das trotz Mütze die er trug, sonst wäre die Wunde noch viel tiefer.

Um 10h40 sind wir schon in Fianarantsoa, im „Hotel Cotsoyannis“. Wir gehen sofort in die Stadt um eine neue Steckerleiste für uns zu suchen. Direkt neben unserem Hotel hat es einen Elektroladen. Wir kaufen eine 5-fach Leiste für 38'000 Ariary (etwa 12.50 SFr.). Später sehen wir auf dem Strassenmarkt genau die Gleiche für einmal 40'000 und einmal 8'000 Ariary (2.65 SFr.). Mittagessen in der Stadt im „Restaurant Golden Ancre“. Paul panierten Camembert und Brot, ich ein Pouletbein mit Gemüse und Pommes Frites. Um 15h gehen wir mit Desy und Tanjona in die Oberstadt von Fianarantsoa. Dies ist die historische Altstadt, die unter Denkmalschutz steht. Fianarantsoa bedeutet „wo man das Gute lernt“. Die Stadt hat etwa 200'000 Einwohner, liegt auf 1100 m Höhe, hat die beste Universität von Madagaskar und extrem viele Schulen, private und von kirchlichen Organisationen. Tanjona begleitet uns auf unserem Rundgang und erzählt uns viel Wissenswertes. Von der Oberstadt hat man einen herrlichen Blick über die Stadt Fianarantsoa und ihre Umgebung.

Fianarantsoa ist der Ausgangspunkt für Reisen an die Ostküste und in den Süden des Landes. Ein wichtiger Arbeitgeber der Stadt ist der Automobilhersteller Karenjy, welcher hier sein Montagewerk unterhält.

Anschliessend machen Paul und ich noch einen Bummel an den Marktständen vorbei und lassen die Stofftasche nähen, an der eine Naht aufgegangen ist. Die Frauen hocken auf dem kalten Trottoir an ihren Handnähmaschinen. Abendessen in unserem Hotel. Beide Pizza aus dem Holzofen. Wir versuchen einen Ballon madagassischen Rotwein dazu. Aber diesen werden wir niemandem empfehlen. Er ist sehr sauer und wirklich nicht unser Geschmack. Mich schüttelt es nach jedem Schluck. Trotzdem bemühen wir uns ihn auszutrinken. Danach schlafen wir beide sehr gut!

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