Madagaskar: 2.Woche, Fianarantsoa - Manakara, im Zug, 13.08.2016, Teil 1
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Samstag, 13.August 2016: Fianarantsoa – Manakara 163 km im Zug

Wir stehen um 5h30 auf. Um 6h15 treffen wir den Chauffeur Desy und Guide Tanjona. Sie bringen uns zum Bahnhof von Fianarantsoa. Desy fährt mit dem Auto nach Manakara, Tanjona und wir fahren mit dem Zug. Tanjona hat gestern für uns Plätze reserviert und muss jetzt nur noch die Tickets abholen. In der Bahnhofshalle und davor herrscht ein unglaubliches Getümmel. Viele Familien mit ganz kleinen Kindern und mit enormen Bergen von Gepäck. Als die Türe zum Bahnsteig endlich aufgeht gibt es ein unglaubliches Gedränge. Jeder will der erste im Bahnwagen sein, um sich einen guten Platz zu erobern. Mich überkommt fast eine Art leichter Panik bei dem Gedrücke, ich kann das nicht glauben, dass Menschen sich wie Tiere benehmen! Wir fahren 2.Klasse (Kosten 15'000 = ca. 4.95 SFr.), die 1.Klasse war voll ausgebucht. Trotzdem haben wir nummerierte Plätze. Aber es ist gar nicht so einfach die richtigen Plätze zu finden und eine richtige Herausforderung. Als wir sie endlich gefunden haben schaut sich Paul mal die aufgehängten schwarzweiss Fotos in unserem Waggon an. Er erkennt die Fotos als Motive aus der Schweiz. Zu unserem allergrössten Erstaunen sitzen wir in Waggons (der 1.Klasse und der 2.Klasse Wagen) der Yverdon-Stᵉ Croix-Bahn. Klar, dass wir sofort an unsere Freunde in Stᵉ Croix denken müssen und die vielen schönen Stunden die wir dort oben verbracht haben! Man sagt uns, dass diese beiden Wagen erst seit etwa 1½ Jahren in Madagaskar benützt werden. Es werden noch 3 oder 4 Viehwaggons (!!!) angehängt, um alle Leute mitnehmen zu können. In der 3. Klasse hocken die Leute schon zusammengedrängt wie Vieh!!! Ich kann und will das nicht glauben! Der Zug sollte um 7h00 abfahren, wir fahren um 8h20 los. Wir sitzen mit 20 Spaniern zusammen in unserem Abteil. Unterwegs sehen wir, wie Frauen und Kinder Steine klein klopfen und Backsteine herum schleppen. An jedem Bahnhof herrscht wieder ein unheimliches Getümmel, weil jeder, darunter sehr viele Kinder, etwas verkaufen wollen oder müssen.

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