Montag, 22.August 2016: Tana – Andasibe 140 km
7h00 aufstehen, 7h40 los auf der RN 2 nach Nordosten. Beim privaten Peyrieras Park machen wir Halt und besuchen den Park. Eintritt 15‘000 Ariary/Person (4.95 SFr.), Führer für 1½ Stunden 9000 Ariary (ca. 3.00 SFr.). Hier sehen wir Sifakas, wunderschöne weisse, die Oberseiten der Arme und Beine sind braun. Eine Mutter hat ein 5 Monte altes Baby auf dem Rücken. In Gehegen hat es viele Chamäleons, Geckos, Tomatenfrösche, Schmetterlinge, drei Tenreks und ein 125 Jahre altes Nilkrokodil. Die Führung dauert nur 65 statt 90 Minuten. In Moramanga essen wir im Restaurant „le Coq d‘Or“ zu Mittag. Paul eine Suppe mit einer Art Ravioli, ich Poulet au Coco mit Frites. Beides sehr gut! Um 13h30 erreichen wir unser heutiges Ziel, das „Hotel Feon‘ ny yala“ („Stimmen aus dem Walde“) beim Andasibe Nationalpark. Nach der kurzen Mittagssiesta in unserem Bungalow, trinken wir im Hotel grauslichen Kaffee und spazieren danach auf dem ganzen Hotelgelände herum. Abendessen im Hotel. Paul einen Riesentopf Nudelsuppe, ich Pouletcurry mit Kartoffeln. Beides sehr gut.
Die Tenreks oder Tanreks sind eine auf Madagaskar und im mittleren Afrika lebende Säugetierfamilie. Diese Gruppe umfasst unter anderem igel-, spitzmaus- und otterähnliche
Vertreter. Die nicht allzu grossen Säugetiere erreichen je nach Art eine Kopfrumpflänge von 4 bis 40 Zentimeter und ein Gewicht von 5 Gramm bis 2,4 Kilogramm. Die Schwanzlänge ist variabel und reicht vom kurzen Stummel bis zu mehr als Körperlänge. Die Färbung des Fell variiert von grau über braun bis schwarz, wobei die Unterseite meist heller gefärbt ist. Zwei Arten der Igeltenreks haben am Rücken und an den Flanken ein Stachelkleid, das verblüffend an die Igel erinnert. Ähnlich wie diese können sie sich im Bedrohungsfall zusammenrollen.
Dienstag, 23.August 2016: Andasibe Nationalpark, ca. 4.5 km zu Fuss
Jetzt wissen wir auch, wieso dieses Hotel den Namen „Stimmen aus dem Walde“ hat. Morgens um 5h00 hören wir schon das eigenartige Brüllen der Lemuren. Tagwache 7h15, Frühstück 7h30, Um 8h00 bringt uns Chauffeur Desy zum Eingang des Nationalparks. Eintritt 45‘000 Ariary/Person, ca. 15 SFr.) Führer 60‘000 Ariary. (ca.20 SFr.) für 4 Stunden. Der Führer heisst Maurice. Wir laufen mit ihm und Tanjona durch den Park und sehen weiss/schwarze Indri, die grösste der Lemurenarten und die einzigen ohne langen Schwanz. Später sehen wir die Goldenen Diadem Lemuren. Auch hier hat es eine Mutter dabei, die ein Baby auf dem Rücken trägt. Leider sind sie viel zu weit oben in den Bäumen. Maurice erzählt uns, dass das Baby im Juni geboren wurde, also etwa 2½ Monate alt ist. Das Kleine muss sich unwahrscheinlich gut festhalten, wenn die Mama mit ihm von Baum zu Baum springt. Wir schauen uns eine nachtaktive Baum-Boa an, die auf einem Baum schläft. Dann warten wir sehr lange auf eine Gruppe Indris. Maurice hat uns versichert, dass sie von den Bäumen herunterkommen werden. Leider tun sie uns den Gefallen nicht. Paul und ich bekommen bei dem langen Stehen Rückenschmerzen und Tanjona sieht man an den Grimassen an, dass er auch genug hat vom Warten. Wir sind alle drei froh, als wir wieder zurück beim Parkeingang sind. Mittagessen in der „Marie Lodge“ neben unserem Hotel. Paul isst eine Gemüsesuppe, die ihn total begeistert und ich ein Gratin de Poulet, das hervorragend schmeckt. Super! Um 13h30 chauffiert uns Desy etwa 30 Minuten lang über Stock und Stein zur Vacona Reserve. Eintritt 25‘000 Ariary (8.25 SFr.). Hier werden wir mit einem Kanu auf die Lemureninsel gerudert, etwa 2 Minuten oder so. Wir haben grosses Glück, wir sind die einzigen Touristen im Moment. Es hat viele Lemuren und kaum sehen sie uns, kommen sie schon angerannt. Der Parkwächter gibt ihnen Bananenstückchen und sie springen uns sofort auf Rücken, Kopf und Schultern. Ihre Händchen und Füsschen sind ganz kalt. Sobald es nix mehr zu fressen gibt, kehren sie uns den Rücken zu. Eigentlich sind wir ja gegen solches Anfüttern der Tiere Aber wir geniessen die Situation trotzdem. Die Tierchen sind einfach allerliebst. Mir haben es besonders die kleinen, graubraunen Bambuslemuren angetan. Wir werden wieder über den Fluss gerudert und es geht weiter zu 42 riesigen Nilkrokodilen, ein paar kleinen Schildkröten, einem Fossa, dem grössten Raubtier Madagaskars, eine Mischung aus Katze und kurzbeinigem Hund, und einigen Chamäleons.
Punkt 15h sind wir wieder im Hotel und brauchen jetzt dringend eine Siesta. Gegen Abend Stromausfall im ganzen Hotel. Abendessen in der „Marie Lodge“. 2 x Spaghetti Bolognaise mit Zebu-Hackfleisch. Sehr gut. Das Essen findet wegen andauerndem Stromausfall bei Kerzenlicht statt. Sehr romantisch...
Die Fossa, seltener auch Frettkatze genannt, ist eine auf Madagaskar endemische Raubtierart. Sie ist das grösste Raubtier ihrer Heimatinsel und ernährt sich vorrangig von Primaten und anderen Säugetieren. Der Einzelgänger lebt in grossen Revieren und zählt zu den gefährdeten Arten.
Fossas ähneln gestaltlich einem dunklen, kurzbeinigen Puma. Der Körper der Fossas ist schlank und langgestreckt, die Beine relativ kurz. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 65 bis 80 Zentimetern, wobei Männchen etwas grösser werden als Weibchen. Der Schwanz ist annähernd so lang wie der Körper und misst 65 bis 70 Zentimeter, die Schulterhöhe beträgt rund 35 Zentimeter. Je nach Region variiert die Durchschnittsgrösse leicht, die grössten Tiere leben im Südwesten Madagaskars. Fossas erreichen ein Gewicht von 7 bis 12 Kilogramm, wobei die Männchen generell etwas schwerer sind als die Weibchen. Ihr Fell ist kurz und dicht, meist rötlich-braun gefärbt.
Der Gesichtsschädel der Fossas ist relativ kurz, was zusammen mit den grossen, abgerundeten Ohren für ein katzenähnliches Aussehen sorgt. Die Augen sind gross und rund, die Pupillen senkrecht, typisch sind ausserdem die stark verlängerten Schnurrhaare.


























































