La Réunion, Teil 2, 04.10.2016
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Dienstag, 4. Oktober 2016: La Réunion, Inselrundreise, 3.Tag

Um 6h30 frühstücken wir in der Bäckerei direkt neben unserem Gästehaus. Um 7h geht es wieder von St. Pierre rauf in die Berge nach Bourg-Murat. Zweiter Versuch den Vulkan „Piton de la Fournaise“ zu erkunden. Heute ist uns das Wetter gut gesinnt, es hat strahlenden Sonnenschein. Um 8h30 sind wir auf 2631m Höhe und haben diesmal Glück, wir sehen die Caldera (eine Caldera (spanisch für Kessel) ist eine kesselförmige Struktur vulkanischen Ursprungs, in der Mitte befindet sich der eigentliche Vulkankegel) und den Gipfel des Vulkans. Wir laufen ein Stück an der Kante der Caldera entlang, kehren dann aber wieder um, als wir sehen, wie der Nebel oder die Wolken sich den Berg herauf schleichen. Eine halbe Stunde später ist der Gipfel nicht mehr zu sehen. Es ist unglaublich: der Vulkan hat vom 11.-18.September ganz zünftig Lava ausgespuckt. Wir haben das leider verpasst, weil wir erst am 22.September in La Réunion angekommen sind. Im Moment ist es verboten, zum Hauptkrater aufzusteigen. Wir fahren durch diese Mondlandschaft wieder hinunter und sehen unterwegs sogar ein Brautpaar, das in dieser ungewöhnlichen Gegend mit einem Fotografen seine Hochzeitsfotos macht. Ja, hier in diesen Lavafeldern kommt die Braut in ihrem langen, weissen Kleid ganz besonders gut zur Geltung.

Wieder unten im Dorf besuchen wir die „Cité du Volcan“ (das Vulkan-Museum). Eintritt 9 € + 2 € für den 4D-Film. Zuerst schauen wir uns den 4D-Film an und danach einen 8-minütigen 270° Film. Dann besuchen wir den Rest der Ausstellung. Alles ist sehr gut gemacht, aber leider alles nur auf Französisch gesprochen mit englischen Untertiteln. Schade, wir haben es verpasst, beim Eingang einen Kopfhörer mit deutschem Text zu verlangen. Aber trotzdem erfahren wir, dass es am 1.August 2003 auf dem „Piton de la Fournaise“ (2631m) und auf dem „Piton de la Neige“ (3070m) Schnee hatte! Nach 1½ Stunden verlassen wir Bourg-Murat wieder und fahren an die Ostküste über St-Benoit nach St-André. Von hier geht es wieder ins Inselinnere, in den „Cirque de Salazie“ zum Ort Salazie und weiter nach Hell-Bourg. Natürlich wieder jede Menge linke und rechte steile Kurven hinauf.

Der Talkessel Salazie ist bekannt für seine üppige Vegetation, hohe Felswände sowie Wasserfälle, die die Hänge hinunterstürzen, und bietet seinen Besuchern wunderschöne Panoramablicke.Von

Salazie aus besteht auch die Möglichkeit, in die benachbarten Talkessel Mafate und Cilaos zu wandern.

Der Talkessel Salazie ist authentisch geblieben, seine Einwohner haben ihn bewahren können. Das Dorf Hell-Bourg hat dafür die Auszeichnung „Plus beaux Villages de France“ (die schönsten Dörfer Frankreichs) erhalten. Die Dörfer Hell-Bourg und Grand-Ilet sind die zwei „Villages Créoles®“ (Kreolischen Dörfer) des Talkessels. Man kann die Geschichte ihrer hübschen kreolischen Häuschen in Begleitung von Fremdenführern entdecken

In Hell-Bourg, ca. 1000m hoch, finden wir im „Relais des Gouverneurs“ ein sehr schönes Familienzimmer mit 4 Betten. Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang durch das ganze Dorf, das eines der schönsten Dörfer Frankreichs sein soll, mit Besuch der Kirche, und des Friedhofs. Überall hat es wunderschöne Blumen. Zu Abend essen wir bei „Chez Alice“. Zur Vorspeise: Quiche-Chouchou mit Speckwürfelchen, Chouchou-Gratin (mmm, fein!), Rindsentrecôte mit Pfeffersauce, Pommes Frites, Salat. Das Fleisch outet sich als sehr viel Fett und voller zäher Sehnen, die kaum zu schneiden sind. Geschmacklich wäre es sehr gut. Sonst alles wunderbar!

Chouchou oder die Chayote ist eine rankende Pflanze der Subtropen und Tropen, deren essbare Früchte ebenfalls Chayote genannt und als Gemüse angebaut werden.

Sie stammt aus der Familie der Kürbisgewächse

Die Chayote ist eine der wenigen Pflanzen, von denen alle Teile gegessen werden. Sie wird meist gekocht. Dabei kann die Schale mitgekocht und, wenn sie nicht zu zäh ist, auch mitgegessen werden. Chayote kann wegen des neutralen Geschmacks gut als Beilage verwendet werden. Der Kern wird manchmal separat als Delikatesse serviert. Die Frucht kann aber auch roh gegessen, gegrillt oder gebraten werden. Als Spezialität gilt auch die Wurzel der Chayote. Die jungen Blatttriebe sind ebenfalls essbar und können als Suppenbeigabe verwendet werden oder wie Spinat zubereitet werden. Aus der Chayote werden auch Süssigkeiten hergestellt, so etwa kandierte Chayote oder Chayotenkompott.

Die Chayote kann nicht über einen längeren Zeitraum gelagert werden, da sie sehr schnell auskeimt.

Mittwoch, 5. Oktober 2016: La Réunion, Inselrundreise, 4.Tag

Wir haben beide prima geschlafen. Das Frühstück gibt es im oberen Gebäude des „Relais des Gouverneurs“. Etwa um 8h45 verlassen wir diesen wunderschönen Ort und fahren wieder kurvenreich bergabwärts bis zum Ort Salazie. Hier schauen wir uns die alte Kirche mit schönen bunten Fenstern an und spazieren dann durch die kleine Ortschaft. In St-André, an der Ostküste, suchen wir verzweifelt einen schönen Platz am Meer, wo wir sitzen und picknicken könnten. Aber wir schaffen es nicht, irgendwie klappt das einfach nicht. Dafür kommen wir bei Bois Rouge an einer Sucrerie (Zuckerfabrik) vorbei und hier herrscht ein emsiges Treiben. Ständig kommen riesige Traktoren mit Anhängern hoch beladen mit Zuckerrohr angefahren. Ein wenig weiter befindet sich ein Tamilischer Tempel, der nicht besucht werden darf. In Ste-Suzanne fahren wir zum „Cascade Niagara“ Wasserfall.

Die Cascade Niagara ist ein Wasserfall der sich in den Fluss Sainte-Suzanne ergiesst. Er hat eine Höhe von rund 25 Metern. Der Fluss ist an dieser Stelle ein beliebter Badeort.

Zurück in Ste-Suzanne schauen wir uns den rot/weissen Leuchtturm an.

 

Dieser Leuchtturm wurde im Jahre 1846 in Betrieb genommen. Bis zum Jahre 1984 diente er den Schiffskapitänen als Markierungspunkt, um an der gefährlichen Nordostküste von La Réunion sicher vorbeizusegeln. Er ist der einzige Leutturm an den Küsten der Insel, der bislang ohne Schäden die heftigen Stürme (Zyklone) welche immer wieder vom Ozean her brausen, überstanden hat. 1997 wurde er zum historischen Monument erklärt und ist seitdem ein Anziehungspunkt für viele Touristen, welche die Insel besuchen.

Danach essen wir doch noch endlich unser Picknick mit Blick auf den indischen Ozean.

Das Wetter ist herrlich und wir besuchen noch den kleinen Fischerhafen von Ste-Marie.

Auf dem Rückweg nach Le Port, irgendwann, nach St-Denis, fängt das Auto plötzlich an, ganz komisch zu tönen. Das höre sogar ich, die ich doch ein totaler technischer Banause bin. Wir wollen bei einer Autobahnraststätte auf den Parkplatz fahren. Im Schritttempo rollen wir auf den Parkplatz und das war‘s dann. Das Auto macht keinen Wank mehr, gibt kein Lebenszeichen mehr von sich! Wir sind etwa 5km von unserem Ziel, Le Port entfernt. Ein Herr von der Tankstelle ruft für uns beim Autovermieter an und 45 Minuten später übergibt man uns einen kleinen weissen Peugeot 103. Der blaue Renault Symbol muss per Pannenfahrzeug zurück nach Le Port transportiert werden. Um 16h sind wir wieder auf der MABUHAY und stellen fest, dass inzwischen unsere Nachbarn von der Ilusión, Soledad und Julio, aus Lanzarote zurück gekommen sind.

Am Abend hat es sehr viel Wind aus Norden und in der Nacht bläst und regnet es ziemlich heftig.

Donnerstag, 6. Oktober 2016: La Réunion

In der Nacht hat es zeitweise kräftig geblasen und geregnet. Und auch am Morgen regnet es immer wieder mit starkem Wind. Wir fahren mit dem Auto rüber zum Marinabüro. Wir wollen unseren alten rostigen Tauchkompressor entsorgen. Er funktioniert zwar noch, macht aber einen Höllenlärm und wir nutzen ihn einfach zu wenig. Der Vergaser müsste ausgewechselt werden und das will Paul nicht mehr machen. Im Marinabüro verspricht man uns, sich darum zu kümmern. Und weil wir schon mal hier im alten Hafenbecken sind begrüssen wir noch schnell die „Rumpelteazer“ den Katamaran von Keith, der inzwischen auch aus Mauritius hier eingetroffen ist. Von hier geht es direkt weiter zum Jumbo-Supermarkt, Frischzeug einkaufen. Und weiter geht es zum Bourbon-Autovermieter. Wir müssen den Peugeot, den wir gestern als Ersatzauto erhalten haben, zurückgeben. Hier sagt man uns, wir sollen gegen 17h nochmals kommen.

Um 14h kommen tatsächlich die Marinaangestellte Angelique und ein Techniker und holen unseren Tauchkompressor ab. Genau in dem Moment schüttet es wieder kurz aber heftig.

Am Abend holen wir beim AvA-Autovermieter einen Renault Symbol ab, dieses mal einen weissen.

Der Bourbon-Autovermieter hat kein freies Miet-Auto mehr, also organisiert er für uns eines bei AvA. Wir müssen ja morgen die „Mares“ vom Flugplatz abholen.

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