Donnerstag, 15. Dezember 2016: Swazilan, 286km
Um 8h verlassen wir unser tolles Haus im Malolotja Naturpark. Wir kurven etwa eine Stunde lang durch den Park, wo wir eine wunderschöne Landschaft, aber keine Tiere sehen. Von hier fahren wir weiter südwärts durch Mbabane nach Manenga zum "Cultural Village". Hier laufen wir zum Wasserfall und ich quatsche mit einem Italiener aus Brescia. Danach, um 11h15 gibt es eine wunderschöne Tanzshow im "Cultural Village". Die Show dauert etwa 45 Minuten. Zum Schluss singen die Tänzer noch ein paar enorm schöne Gospelsongs. Sehr, sehr schön!!! Eintritt 100 Rand (ca. 7 SFr.) Aber ganz tolle Vorstellung. Danach gibt es eine Führung durch das traditionelle Swazidorf. Hier erfahren wir viel Interessantes über das Leben der Swazis. So zum Beispiel, dass der heutige König 16 Frauen hat !!! Eine Frau kostet 17 Kühe, eine Kuh kostet 8000 - 9000 Rand (560 - 640 SFr.). Nach unserem Picknick besuchen wir den Mlwani-Park. Wir sehen Zebras, Wildschweine und einen Waran. Nun steht eine Kerzenfabrik auf dem Programm. Wie diese Kerzen hergestellt werden wäre bestimmt ganz interessant. Aber mir gefallen diese bunten, aus verschiedenfarbigem Parafin gemachten Kerzen überhaupt nicht. Weiter geht unsere Fahrt zur Grenze nach Südafrika. Dabei müssen wir 40 km auf einer provisorischen Baustelle, d.h.Rüttelpiste, fahren. Irgendwo unterwegs muss Sandy wegen zu schnellem Fahren wieder eine Busse von 60 Rand (ca. 4,20 SFr.) bezahlen. Beim Grenzübergang Lavumisa/Golela, aber noch in Swaziland, finden wir endlich gegen 18h45 ein günstiges Nachtquartier für 350 Rand (ca. 24.50 SFr.) pro 2 Personen. Unser Picknick vertilgen wir an einem steinernen Tisch draussen vor unserem Zimmer. Es sind 34°.
Swaziland - Eswatini
Eswatini (Vollform: Königreich Eswatini, Siswati Umbuso weSwatini, englisch Kingdom of Eswatini, kurz eSwatini, bis 2018 offiziell Swasiland, ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika mit etwa 1,2 Millionen Einwohnern. Er grenzt an Südafrika und Mosambik. Nationalfeiertag ist der 6. September, der Jahrestag der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich, im Jahr 1968. Die Staatsform ist faktisch eine absolute Monarchie. Die beiden grössten Städte des Landes sind die administrative Hauptstadt Mbabane und das wirtschaftliche Zentrum Manzini. Regierungssitz ist Lobamba.
Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahr 1968 führte das Land bis 2018 die amtliche englische Bezeichnung Kingdom of Swaziland („Königreich Swasiland“).
An seinem 50. Geburtstag am 19. April 2018 und anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Grossbritannien erklärte König Mswati III. in einer Rede, dass der englische Staatsname künftig Kingdom of Eswatini lauten und somit ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden solle. Mswati III. und weitere Offizielle verwendeten diese Bezeichnung bereits vorher. Ausserdem sollte so einer Namensverwechslung der Länder Swasiland und Schweiz (englisch Switzerland) vorgebeugt werden.
Über 90 % der Bevölkerung Eswatinis gehören dem Bantuvolk der Swasi an. Ferner leben dort Sotho, Zulu, Tsonga, Weisse und Coloureds.
Fast alle Swasi sprechen als Muttersprache siSwati, eine Nguni-Sprache. Wenige Einwohner sprechen als erste Sprache isiZulu bzw. Xitsonga. Englisch ist Bildungs-, Verkehrs- und zweite Amtssprache in Eswatini. So sind beispielsweise die Internetauftritte von Regierung, öffentlicher Verwaltung, Energie- und Wasserversorgern, Unternehmen, Banken, Medien usw. ausschließlich in englischer Sprache verfasst; es lassen sich keine Internetseiten aus Eswatini in siSwati finden.
Rund 90 % der Bewohner Eswatinis sind Christen. Nach Schätzungen gehören 40 % der Bevölkerung der im südlichen Afrika weit verbreiteten Zion Christian Church (ZCC) an und etwa 5 % der römisch-katholischen Kirche.
Das Königreich ist mit einer Fläche von 17.363 Quadratkilometern nach Gambia der zweitkleinste Staat auf dem afrikanischen Kontinent, er ist halb so gross wie Nordrhein-Westfalen. Der Lusutfu, auch Great Usutu River und im weiteren Verlauf Maputo genannt, ist der längste Fluss des Landes.
Eswatini gliedert sich von West nach Ost in vier topografische Zonen. Im Westen des Landes liegt das Highveld (Hochland), das eine mittlere Höhe von 1300 m aufweist und nach Westen in die südafrikanischen Drakensberge übergeht. Die höchste Erhebung innerhalb Eswatinis ist der 1862 m hohe Emlembe nahe der Westgrenze. Etwa ein Sechstel des Hochlands ist von Wäldern bedeckt. Die Hauptstadt Mbabane liegt in dieser Region. Das Middleveld (Mittelland) liegt durchschnittlich etwa 700 m hoch und besteht aus fruchtbarem Hügelland.
Die Klimazonen entsprechen den vier Landschaftszonen und sind insgesamt subtropisch. Im Highveld fällt mit über 1000 mm der meiste Regen. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer (Oktober bis März). Meistens sind es Schauer, länger anhaltende Regenfälle sind selten. Die Temperaturen sind überwiegend warm bzw. mild. Die Luftfeuchtigkeit ist meist hoch; in Mbabane erreichen die Durchschnittstemperaturen im Sommer 26 °C. Im Winter sinken sie auf rund 13 °C.
Wirtschaft
In Mhlume gibt es eine Zuckerfabrik. Zucker verlässt das Land auch in Form von Cola-Konzentrat
Eswatini gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Ein Grossteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem Euro pro Tag. Etwa 200.000 Menschen (rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung) waren 2005 auf Lebensmittelhilfe internationaler Organisationen angewiesen. Die Arbeitslosenquote beträgt 23 % (Stand: 2020), unter jungen Menschen (15- bis 24-jährige) sind es sogar 46 %, eine der höchsten Raten weltweit.
60 % der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft, das heisst, sie produzieren nur für sich und ihre Familien und nicht für den Verkauf auf dem Markt oder den Export. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören Zuckerrohr, Baumwolle, Mais, Tabak, Reis, Zitrusfrüchte, Hirse und Erdnüsse. Ausserdem werden Rinder, Schafe und Ziegen gezüchtet. Die Bedeutung des Bergbaus ist zurückgegangen, da seit 1978 die hochwertigen Eisenerzvorkommen erschöpft sind. Wegen des weltweit starken Rückganges der Nachfrage nach dem gesundheitsschädlichen Asbest wurde die Havelock-Asbest-Mine und die Materialseilbahn Bulembu–Barberton, einst längste Materialseilbahn der Welt, die Asbest von Bulembu über die Grenze zum Bahnhof von Barberton in Südafrika beförderte – und Koks in der Gegenrichtung – daher 2001 stillgelegt. Es werden heute nur noch Diamanten, Steinkohle und Kaolin gefördert.
Die Wirtschaft ist sehr stark von Südafrika abhängig. 90 % der Importe stammen aus Südafrika, und etwa die Hälfte aller Exporte gehen nach Südafrika. Diese Abhängigkeit erstreckt sich auch auf die Energieerzeugung, die im Umfang von 80 % durch Stromimporte ergänzt werden muss.
In Eswatini befindet sich die Afrika-Hauptniederlassung von Coca-Cola. Der Konzern war in den 1980er Jahren wegen Südafrikas Apartheid-Politik von dort ins Nachbarland umgezogen. Nach Schätzungen beträgt der Anteil am Bruttoinlandsprodukt rund 40 %. In der „Conco Swaziland“-Fabrik in Matsapha wird das Cola-Konzentrat für fast ganz Afrika hergestellt.
Der Zuckerrohranbau, die Haupteinnahmequelle des Landes, versklavt jedoch einen Teil der Bevölkerung: Zwangsräumungen von Landgemeinden, um Plantagen anzulegen, Kinderarbeit, Arbeitswochen von bis zu 60 Stunden usw. Der Internationale Gewerkschaftsbund spricht von „harten und ungesunden Arbeitsbedingungen, miserablen Löhnen und einer gewaltsamen Unterdrückung aller Versuche, sich gewerkschaftlich zu organisieren“.
Der öffentliche Dienst ist kaum entwickelt: Das Land verfügt z.B. nur über zwölf öffentliche Krankenwagen, in den Grundschulen gibt es in der Regel kein Mittagessen mehr und die Apotheken verschwinden.
Verkehrsinfrastruktur
Eswatini hat ein gut ausgebautes Strassennetz. Es umfasste 2019 etwa 3.770 km, wovon rund ein Drittel asphaltiert ist. Es herrscht Linksverkehr. Aufgrund der geographischen Lage, beispielsweise auf unbefestigten Strassen im Hochgebirge, ist ein Teil dieser Strassen nur langsam zu befahren. Während der Regenzeit ist mit Überschwemmungen zu rechnen. Ausserdem befinden sich oft Fussgänger und Tiere auf der Fahrbahn.
Die staatliche Eisenbahn Eswatini Railways dient ausschließlich dem Güterverkehr.
Der einzige internationale Flughafen des Landes ist seit 2014 der Internationale Flughafen König Mswati III. im Osten des Landes. Der ehemals internationale Flughafen Matsapha wird seit der Eröffnung des neuen Flughafens nur noch für medizinische Einsätze, Flugbewegungen der Königsfamilie und militärisch genutzt. Die nationale Fluggesellschaft Eswatini Airlink ist mehrheitlich eine Tochtergesellschaft der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink und trägt in ihrem Logo die Farben der südafrikanischen Flagge.
Homosexualität
In Eswatini ist männliche Homosexualität seit 1907 illegal, während weibliche Homosexualität strafrechtlich nie kriminalisiert wurde. Gemäß dem Bericht des US-Außenministeriums über Menschenrechtspraktiken aus dem Jahr 2021 habe es aber nie eine strafrechtliche Verfolgung wegen einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Handlungen gegeben.
Bräuche
Traditionell wird die Polygamie praktiziert, insbesondere von hochrangigen Männern. Neben der modernen Medizin gibt es Sangoma (etwa: „Heiler“), die ihre Ausbildung in traditioneller Art erhalten und zum Teil erlernen, aus geworfenen Knochen vermeintliche Erkenntnisse zu gewinnen.
iNcwala
Eine bedeutende Zeremonie ist iNcwala (etwa: „Zeremonie der ersten Frucht“). Sie darf nur vom König angeleitet werden und findet im Wesentlichen in Lobamba statt. Sie beginnt an einem von einheimischen Astronomen festgelegten Tag im Dezember und dauert vier Wochen. Die Zeremonien haben den Zweck, den Segen der Ahnen zu erhalten, die Rolle des Königshauses zu stärken und die beginnende Erntezeit anzuzeigen. Das Fest beginnt bei Neumond mit dem Sammeln von Meeresschaum am Ufer des Indischen Ozeans in Mosambik. Der König erhält mit diesem Schaum zubereitete Nahrung und spuckt sie nach Osten und Westen aus. Damit beginnt die „Kleine iNcwala“. Wenn dann Vollmond folgt, beginnt die „Grosse iNcwala“. Männer sammeln nach einer langen Wanderung in der Nacht Zweige des Lusekwane-Busches und bringen sie zum Ort des Königs, der sich derweil zur Einkehr zurückgezogen hat. Der iNczuala-Tanz wird von Kriegern aufgeführt, bis sich der König wieder der Öffentlichkeit zeigt. Er isst den ersten geernteten Kürbis – erst dann dürfen die anderen Anwesenden Kürbis essen.
uMhlanga
Die bekannteste traditionelle Veranstaltung ist der acht Tage währende uMhlanga oder Reed Dance Festival (Schilftanzfest). Sie wird Ende August oder Anfang September vor allem zu Ehren der Ndlovukati (wörtl. „Elefantin“, Mutter des Königs) als auch zur Feier der Jungfräulichkeit begangen. Die Zeremonie beginnt damit, dass mehrere Zehntausend ledige kinderlose Mädchen und junge Frauen sich auf den Weg machen, um Schilf zu schneiden und es dann über bis zu 30 km zum Palast der Ndlovukati im königlichen Dorf Ludzidzini zu bringen. Dort wird damit der Windschutz um ihre königliche Residenz ausgebessert. Die eigentliche Feier beginnt am sechsten Tag mit dem Ablegen des Schilfs und den anschliessenden Tänzen in traditionellen bunten Gewändern. Sie erreicht am nächsten Tag den Höhepunkt der uMhlanga-Zeremonie mit Gruppentänzen und Gesängen, angeführt von Töchtern des Königs und erkennbar an den roten Federn im Haarschmuck. An diesem Tag ist der König unter den Zuschauern, der sich dabei gelegentlich eine weitere Frau aussucht. Am letzten Tag werden auf Anordnung des Königs Rinder für die Mädchen geschlachtet. Sie erhalten Fleischstücke und gehen nach Hause.
Medien
Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen sieht in Eswatini eine schwierige Lage für die Pressefreiheit. Es wird besonders darauf hingewiesen, dass Eswatinis absoluter Herrscher keinerlei Kritik an seiner Person duldet und zahlreiche Gesetze die Pressefreiheit einschränken. Staatliche Medien dominieren und veröffentlichen nur vorab genehmigte Nachrichten, während unabhängige Zeitungen kaum Zugang zu Regierungsinformationen haben.
Im Jahr 2022 nutzten 58,3 Prozent der Einwohner Eswatinis das Internet.
König Mswati III. (offiziell englisch King Mswati III., Geburtsname Prinz Makhosetive Dlamini, *19. April 1968 in Manzini) ist seit dem 25.April 1986 König von Eswatini (bis 2018 Swasiland). Er ist der einzige absolutistisch regierende Herrscher in Afrika.
Mswati III. werden regelmässig Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Unter Mswatis Regentschaft wurde der Oppositionelle Thulani Maseko (der Mswati III. verklagt hatte, weil dieser das ehemalige Swasiland per Dekret in Eswatini umbenannt hatte) erschossen. Kurz zuvor hatte Mswati erklärt, Kritiker der Monarchie sollten „sich nicht darüber beschweren, dass sie von Söldnern umgebracht werden“.
Leben und Wirken
Mswati III. wurde am 19.April 1968 im Raleigh-Fitkin-Memorial-Krankenhaus in Manzini geboren. Er ist ein Sohn des Königs Sobhuza II. Seine Mutter ist Ntombi, eine der jüngeren von insgesamt 70 Frauen des 1982 verstorbenen Monarchen, mit denen dieser etwa 210 Kinder gezeugt haben soll.
Mswati III. besuchte von 1983 bis 1986 die Sherborne School im Vereinigten Königreich. Am 25. April 1986 wurde Mswati III. nach einem geheimen Inthronisierungsritual zum König des Swasivolkes bestimmt. Er ist damit der 25. Herrscher des Hauses Dlamini. Mswati III. regiert per Dekret, da in der letzten absolutistischen Monarchie Afrikas seit 1973 alle politischen Parteien verboten sind. Am 5. Juni 2002 leitete er dem Parlament eine Gesetzesvorlage zu, die jegliche politische Betätigung in einer Partei bei Androhung einer bis zu 20-jährigen Haftstrafe untersagt. Die „Parlamentarier“ werden von ihm selbst ernannt (zwei Drittel der Senatoren und zehn Abgeordnete) oder von traditionellen Führern gewählt, die der Macht nahe stehen. Da er den evangelikalen Kirchen nahesteht, lässt er die Scheidung und das Tragen von Miniröcken verbieten.
An Mswatis III. Regentschaft werden dessen aufwändiger Lebensstil und die ins Ausland führenden teuren Einkaufsreisen seiner Gattinnen kritisiert. So beschaffte Mswati III. seinen Ehefrauen mehrfach neue Autos von BMW. Er selbst fährt Luxusautos der Marken Mercedes-Benz und Maybach. Bis 2005 liess er zehn Paläste für seine Frauen bauen. Eswatini ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Mehrheit der 1,37 Millionen Einwohner Eswatinis lebt unterhalb der Armutsgrenze mit weniger als einem US-Dollar pro Tag. Die AIDS-Rate in Eswatini ist die höchste der Welt; 27 Prozent der Bewohner von Eswatini tragen das Virus in sich. Die Lebenserwartung, zeitweise die niedrigste der Welt, betrug 2015 rund 51 Jahre.
2011 konnte der Staatsbankrott nur mithilfe Südafrikas und eines Kredits in Höhe von 250 Millionen Euro abgewendet werden. Im April fanden im ganzen Land Kundgebungen statt, bei denen der Rücktritt von Mswati III. gefordert wurde. Die Opposition warf ihm vor, die Staatskasse zu plündern, damit sich die königliche Familie ein luxuriöses Leben leisten könne. Die Massenproteste wurden von der Polizei niedergeschlagen.
Den Anschuldigungen, wonach ein neuer Jet des Königs 2012 aus Staatsgeldern gekauft worden sei, widersprach der Regierungssprecher. Der König habe das Flugzeug als Geschenk zum 44. Geburtstag von Freunden erhalten. Die Demokratiebewegung war skeptisch; bereits 2002 hatte die Regierung versucht, einen Jet im Wert von 51 Millionen US-Dollar zu kaufen. Dieser Betrag hatte damals einem Viertel des Haushalts des Landes entsprochen. Der Kauf war wegen internationaler Proteste nicht zustande gekommen. Die Europäische Union hatte gewarnt, die Entwicklungshilfezahlungen zu stoppen.
An seinem 50. Geburtstag erklärte Mswati in einer Rede, dass der englische Name des Landes nicht mehr Swasiland, sondern eSwatini laute.
Ein Wirtschaftszirkel von 15.000 Geschäftsleuten beansprucht den Grossteil des Reichtums des Landes für sich. Zu diesem Kreis gehören südafrikanische Investoren, die in Swasiland dreimal billigere Arbeitskräfte finden konnten, und eine Gruppe weisser Unternehmer, welche die britischen Kolonialherren beerbt haben. Die Beträge, die König Mswati III. für seine Amtsausgaben zur Verfügung gestellt werden, machen 8 % des Staatshaushalts aus. Die Polizei erhält 5 % des Budgets, ebenso wie die Streitkräfte.
Im Januar 2023 hatte das Swaziland Solidarity Network (SSN) berichtet, Mswati III. habe Söldner – hauptsächlich weisse Afrikaner aus Südafrika – angeheuert, damit diese die Sicherheitskräfte in Eswatini bei der Unterdrückung der Opposition unterstützen. Ein Regierungssprecher wies diese Angaben zurück.
Ehefrauen und Familie
König Mswati III. setzt die Tradition der Polygamie in Eswatini fort. Dabei kann ein König seine Gattin allerdings erst heiraten, wenn sie schwanger geworden und damit bewiesen ist, dass sie Erben gebären kann. Eine Bedingung ist ebenso, dass die Ehefrau nicht der Blutlinie des Hauses Dlamini entstammt. Bis dahin gelten seine voraussichtlichen Frauen als Konkubinen. Seine achte Ehefrau Senteni Masango starb am 6. April 2018 an einer Überdosis an Medikamenten. Im Mai 2005 heiratete er seine elfte Frau – die 1984 geborene Noliqwa Ntentesa. Sie war bereits drei Jahre mit dem Herrscher verlobt und hatte in seinem Hofstaat gelebt. Im Juni 2005 folgte die zwölfte Heirat: die Wahl war auf die 16-jährige Schönheitskönigin Nothando Dube gefallen, die bereits ein Kind von ihm erwartete. Am 27.Juli 2010 wurde der Justizminister Ndumiso Mamba wegen einer Affäre mit ihr verhaftet. Nothando Dube stand ein Jahr unter Hausarrest und wurde dann vom Hof verbannt. Sie starb am 8. März 2019 an Hautkrebs. Als 13. Frau wählte Mswati die 17-jährige Studentin Phindile Nkambule aus. Er entdeckte sie beim traditionellen Umhlanga (auch: Schilftanz, Reed Dance Festival) der barbusigen Jungfrauen im September 2005, an dem 4.000 Frauen teilnahmen. Der Monarch verfügte per Dekret, Nkambule zu ehelichen, sobald sie von ihm schwanger sei. 2013 hatte Mswati 15 Ehefrauen. Drei von ihnen haben Mswati verlassen und leben im Exil in Südafrika. 2017 heiratete er seine offiziell 14. Ehefrau. 2024 heiratete er seine 16. Ehefrau Nomcebo Zuma, die Tochter des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma. Nach Medienberichten kehrte sie bereits nach wenigen Monaten nach Südafrika zurück.
Mswati III. hat 35 Kinder und 7 Enkelkinder (Stand Juli 2020), darunter Prinzessin Sikhanyiso Dlamini, die erstgeborene Tochter.




































