Südafrika, Durban - Victoria Falls, 25.01.2017, Teil 4
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Mittwoch, 25. Januar 2017: Durban – Johannesburg, 572 km

In der Nacht dreht der Wind auf Südwest und bläst wie gestört. Paul schätzt auf 35 Knoten. Leider bleibt das Wetter so, ungefähr eine Woche lang. Paul und ich fahren per Taxi zum Visa Büro um das Visa verlängern zu lassen. Der nette, sehr freundliche junge Inder sagt uns, dass wir aus Südafrika ausreisen können und bei der Einreise wieder eine neue Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Per Taxi geht es nun zum Busbahnhof, wo wir für Paul und mich Bustickets für heute Nacht, nach Botswana, nach Gaborone kaufen. (1040 Rand für 2 Personen /ein Weg)(ca. 72 SFr.). Um 22h heute Abend startet unser Bus der Firma Intercape. Vorher essen wir mit Ludovic im Royal Natal Yacht Club zu Abend. Paul Lammkoteletts, Ludovic Fisch und Calamares, ich ein Hühner-Cordon Bleu. Alles prima und sehr günstig, weil wir hier mit der Mitglieder Karte 30% haben. 

Ludovic bleibt auf der MABUHAY und passt auf sie auf.

Um 21h geht es per Taxi zum Busbahnhof und um 22h pünktliche Abfahrt mit dem Intercape Bus. In dem Riesen-Doppelstock-Bus sind wir 4 oder 5 Weisse, der Bus ist vollbesetzt. Um 02h irgendwo Pipihalt von 15 Minuten.

Donnerstag, 26. Januar 2017: Johannesburg - Gaborone 378 km

Um 5h45 sind wir in Johannesburg. Es ist kalt und regnet. Im Bahnhof, bei Wimpy, trinken wir einen Cappucino. Danach geben wir unsere Reisetasche ab und laufen ca. 2 km zum Ghandi Platz.

Hier bei McCafé (wegen den Toiletten) gibt es nochmals einen Kaffee und einen Muffin für mich, Paul will nix. Wir sehen, wie ein junger Schwarzer im Mc Donalds Müll herumkramt, etwas findet und es gierig verdrückt. Die Verpackung schmeisst er draussen aufs Trottoir. Um 9h30 steigen wir in einen Bus, ohne eine Ahnung zu haben, wo er hinfährt. Er fährt 2 Stunden mit uns in der Gegend herum und wir befürchten sehr, unseren Bus nach Botswana zu verpassen. Es regnet in Strömen. Aber wir schaffen es, schnaufend und zitternd, um 11h50 zum Intercape Bus. Er fährt um 12h los!!!

Nach einem kurzen Stopp in Pretoria, der Hauptstadt von Südafrika, um noch einige Leute einsteigen zu lassen, geht es weiter nordwärts. Gegen 16h gibt es einen Pipi-Stopp und um 18h10 sind wir an der Grenze zu Botswana. Zuerst müssen wir zu den Südafrikanern um auszureisen. Der Bus fährt ohne uns über die Grenze, wir müssen laufen und es giesst immer noch aus allen Rohren. Irgendwo müssen wir durch etwa 10cm tiefes Wasser waten, gut, dass wir beide Crocs anhaben. Die Einreise nach Botswana ist einfach. Schon im Bus einen Zettel ausfüllen, Stempel in den Pass, fertig! Um 18h30 sitzen wir alle wieder im trockenen Bus. Um 19h45 sind wir in Gaborone, bei der Shell Tankstelle, wo wir aussteigen. Es schüttet immer noch! Ein Taxifahrer, Aaron, will uns zu einem Hotel bringen. Aber Paul will vorher noch Geld am ATM holen. Wir haben kein Botswana Geld. Die Währung hier heisst Pula. 10 Pula sind ca. 0,93 SFr. Meine Mastercard verschwindet in der Geldmaschine und wird nicht mehr gesehen! Aaron verspricht, morgen mit uns zum Hauptsitz der Stanbic Bank zu gehen, um die Karte wieder zu erhalten. An einem anderen ATM bekommen wir schliesslich mit der Visa Karte doch noch Geld. Wir kaufen schnell im Pick n'Pay etwas zum Abendessen ein und Aaron bringt uns zur "TSA Lodge", wo wir im Zimmer picknicken. Es regnet immer noch wie verrückt. Die "TSA Lodge" ist ziemlich vergammelt, aber für eine Nacht ist das OK. Wir finden allerdings 400 Pula (etwa 38 SFr.) dafür zu überteuert.

 

Gaborone (bis 1969 Gaberones) ist die Hauptstadt des Staates Botswana im südlichen Afrika. Sie hat 231.592 Einwohner (Stand Volkszählung 2011) und ist damit die grösste Stadt des Landes.

Die Stadt ist sehr modern mit vielen neuen trendigen Gebäuden. Die Strassen sind sehr grosszügig angelegt.

Freitag, 27. Januar 2017: Gaborone - Kasane,  980 km

In der Nacht starker Regen, am Morgen (noch) kein Regen. In der Nacht hatte ich in beiden Beinen gleichzeitig Krämpfe! Auaaaaa...!!! Um Punkt 9h holt uns Aaron tatsächlich ab. Wir hatten nicht daran geglaubt. Gestern Abend wollte er von uns 200 Pula für die kurze Fahrt zum Hotel haben (ca. 18.60 SFr.), wir haben ihm 100 Pula gegeben. Jetzt bringt er uns zur Stanbic Bank. Eine nette Frau telefoniert 3 Mal kurz mit verschiedenen Leuten. 15 Minuten später haben wir unsere Kreditkarte wieder. Wow, was für ein Service, Paul hatte die Karte schon abgeschrieben! Uff...!!!

Danach bringt uns Aaron zu einem Reisebüro um abzuklären, wie wir am besten zu den Victoria Fällen gelangen können. Es ist alles enorm kompliziert und Paul ist es total verleidet, er will nicht mehr! Endlich, nach gut 2½ Stunden entschliessen wir uns, einen Bus nach Kasane zu nehmen. Aaron bringt uns zum Busbahnhof, wo wir Tickets für den Bus kaufen. 200 Pula pro Person für fast 1000 km Busfahrt. Das sind ca. 18.60 SFr. Aaron wird heute von uns grosszügig entlohnt, hat er uns doch während über 3 Stunden begleitet. Den Nachmittag verbringen wir in der Shopping Mall direkt neben dem Busbahnhof. Es regnet wieder volle Kanne. Der Bus fährt erst um 18h und irgendwo müssen wir die Zeit bis dahin verbringen. 18h05 Abfahrt mit dem J.N.G. (nein, nicht JUNG!) Bus. Die Sitze sind so eng, dass wir uns nicht vorstellen können, wie hier zwei breitere Menschen sitzen sollen. Auf einer Seite des Mittelganges sind zwei Plätze, auf der anderen drei. Zum Glück sind noch einige Plätze frei und so flüchtet Paul. Er sitzt jetzt mit einem jungen Mann auf einem Dreiersitz. Der Mann bietet ihm ein Stück Pizza an. Leider dauert Paul's Freiheit nicht sehr lange, nur knapp eine Stunde, weil unterwegs immer wieder Leute einsteigen. Paul ist froh, wieder zu mir zu kommen, weil sein neuer Nachbar stinkt! Jetzt sind ca. 70 Personen in dem Bus, wir als einzige Weissnasen. In der Nacht gibt es ein paar Mal einen Pipi-Halt. Die Männer pinkeln einfach an den Strassenrand, einige Frauen auch. Es regnet! und es blitzt und donnert unheimlich und zwar ununterbrochen, während Stunden. Ich sitze am Fenster, mein linker Arm und das linke Bein sind nass, weil die Schiebefenster nicht dicht sind. Mein Rucksack am Boden vor meinen Füssen ist total durchnässt. Aber wir kommen gesund morgens um 6h50 in Kasane an. Es regnet! Überall steht das Wasser, auf den Strassen, den Plätzen und auf den Feldern.

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